Frühjahr 2003. Der Irakkrieg beginnt gerade. Ganz nebenbei stürzt in Berlin, weitestgehend unbemerkt, das selbstgerechte Leben des Helden der vorliegenden Erzählung zusammen. Er ist gerade vierzig geworden und arbeitet in einer elitären Beraterfirma. Alles fängt damit an, dass die täglichen Drogen seines kräftezehrenden Lebens - Erfolg, Geld, Sex, Medien und Macht - plötzlich in ihrer Wirkung nachlassen und sich stattdessen ein tiefer Abgrund aus Einsamkeit und emotionaler Leere begleitet von einem finanziellen Desaster auftut. Die Situation wird für ihn zusehends schwerer beherrschbar. Es scheint, dass er seinen Untergang genießt und als Chance für den Ausstieg aus seinem bisherigen Leben nutzen will.
Tom Wassermann, geboren in Berlin-Mitte, wuchs als Sohn einer Apothekerin und eines Taxisfahrers in Ost-Berlin auf. Im Alter von 19 Jahren gelang ihm die Flucht über die ungarische Grenze nach Österreich. In Wien studierte er Literaturwissenschaft und Philosophie. Nach einigen erfolglosen Versuchen als Dramaturg und Autor an verschiedenen Theatern kehrte er 1990 zurück. Er lebt und arbeitet als freier Journalist, Poet und Autor in Berlin. Immer wiederkehrendes Thema seiner Arbeiten ist die Verzweiflung des Einzelnen an der Gleichgültigkeit der Welt.
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.