Wo das Tier an Wege erinnert

Wo das Tier an Wege erinnert

Hermann C. Lister

Romane & Erzählungen

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672,8 KB

DRM: Wasserzeichen

ISBN-13: 9783696718763

Verlag: BoD - Books on Demand

Erscheinungsdatum: 06.10.2026

Sprache: Deutsch

Schlagworte: Politische Satire, Dorftragikomödie, gesellschaftliche Spaltung, Provinz und Populismus, Wildschweine und Widerstand

Barrierefreiheit: Voll zugänglich

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Zweihundertachtzigtausend Euro aus Brüssel - das ist die Nachricht, auf die Nora Liebig, Leiterin des maroden mecklenburgischen Kulturzentrums Bühne Brachland, seit Monaten sehnsüchtig wartet. Doch das europäische Fördergeld für das Projekt "Rural Futures" kommt mit einer unbarmherzigen Auflage: Die verfeindeten Nachbardörfer Gutsow und Gehtsow müssen für das Projekt nachweisbar zusammenarbeiten. Als zur feierlichen Eröffnung das spanische Varieté-Duo Manolo und Esmeralda - zwei leibhaftige, theatererprobte Wildschweine - anreist, eskaliert die Lage vollends.

Eine messerscharfe, humorvolle und zugleich tief melancholische Satire über die Bruchlinien unserer Gesellschaft, den absurden Kampf um Deutungshoheit und die Frage, was am Ende eigentlich bleibt, wenn im Saal das Licht ausgeht.
Hermann C. Lister

Hermann C. Lister

Unter dem Pseudonym Hermann C. Lister schreibt ein Autor über die politischen
und sozialen Verwerfungen der Gegenwart - mit Sinn für Absurdität, einem
scharfen Blick auf Sprache, Macht und Medien sowie mit grosser Sympathie fuer
Menschen, die in ihren Konflikten feststecken.

Sein literarisches Debüt verbindet Dorfkomödie, politische Satire und melancholische
Gegenwartsbeobachtung. Im Zentrum stehen die grossen Fragen im
Kleinen: Wer bestimmt, was als Wahrheit gilt? Wie verfestigen sich politische
Fronten? Was geschieht, wenn ein kurzer Videoclip, zugespitzte Worte und organisierte
Empörung ein ganzes Gemeinwesen erfassen? Und was bleibt von guten
Absichten, wenn Förderlogik, Investoreninteressen und der Kampf um Aufmerksamkeit
auf einen Ort treffen, der sich selbst nicht mehr versteht?

Lister interessiert sich für Landschaften, in denen Vergangenheit und Gegenwart
ineinandergreifen: für Grenzlinien, die offiziell kaum noch bestehen, aber
den Alltag weiterhin prägen; für die Mechanismen öffentlicher Debatten; fuer die
Macht von Bildern, Gerüchten und vermeintlich einfachen Wahrheiten. Seine Figuren
erleben aus der Nähe, wie aus Unzufriedenheit politische Zugehörigkeit,
aus Streit ein Lager und aus einem lokalen Konflikt ein Symbol wird. Dass diese
Prozesse so genau beobachtet sind, ist kein Zufall.

Mit trockenem Humor und genauer Kenntnis der politischen Gegenwart erzählt
Hermann C. Lister von Provinz und Öffentlichkeit, von Angst und Aufbruch,
von Wildschweinen, Würde und der Frage, ob sich gesellschaftliche Risse
überhaupt vermessen, verwalten oder überwinden lassen.

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