Schlagworte: Auffälliges Schüler*innen-Verhalten, Bedürfnis des Kindes / Jugendlichen, Gefühl der Lehrperson als diagnostisches Instrument, Intervention und Reaktion, Betrachtung aus verschiedenen Haltungsräumen
Jonas ruft zum dritten Mal rein. Lena starrt seit zwanzig Minuten auf ein leeres Blatt. Und Sie fragen sich, warum die Intervention, die im Lehrbuch so überzeugend klang, bei Ihnen einfach nicht funktioniert.
Dieses Buch beginnt nicht beim Kind. Es beginnt in dem Moment, in dem Sie spüren, wie sich etwas in Ihnen zusammenzieht und Sie sich fragen, was das über die Situation verrät. Die einfache Verschiebung der Frage, von: 'Wie beende ich das Verhalten?' zu: 'Was sucht dieses Kind, das es hier nicht auf anderem Weg bekommt?' ist ein Schlüsselmoment. Denn störendes Verhalten folgt einer inneren Logik, etwa dem Versuch des Kindes, Zugehörigkeit zu finden. Welche Intervention wirkt, hängt dabei nicht vom Ziel des Kindes ab. Entscheidend ist, mit welcher inneren Haltung eine Lehrkraft das Kind wahrnimmt und authentisch handeln kann.
Strukturiert, ehrlich und ohne pädagogische Schutzbehauptungen beschreibt dieses Buch sieben Verhaltensziele, drei Haltungsräume und konkrete Werkzeuge für den Schulalltag. Es ist für Lehrkräfte, die nicht eine neue Technik suchen, sondern verstehen wollen, warum manche ihrer Interventionen nicht wirken und was sie brauchen würden, um besser zu ihren Schüler*innen durchzudringen.
Peter Weins, geboren 1962, studierte in Köln und arbeitet seit über 30 Jahren als Sonderpäda-goge an verschiedenen Schulen.
Er begleitete unter-schiedliche Schulen erfolgreich bei Wettbe-werben, unter anderem zum Thema Inklusion.
Als Experte initiierte und entwickelte er Kon-zepte zu den Förderschwerpunkten Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung und engagiert sich im Bereich Kindeswohl-gefährdung. In jüngster Zeit widmet er sich intensiv dem Design digitaler Lösungen für inklusive Bildung. Ehrenamtlich ist er als Notfallseelsorger aktiv.
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.