In seinem Buch MENSCHENTAGE führt uns der norwegische Dichter Kjartan Hatløy über die schwarze Fläche des Handys, die alles reflektiert: aus seinem alltäglichen Leben in einem abgelegenen Dorf am Fjord der Westküste hinein in die Tiefe des Universums und in die Räume der altägyptischen Geschichte. Die kosmische und die historische Ebene sind nicht weit entfernt, sondern bis in den Alltag hinein wirkend.
"Der nachdenkliche Dichter tritt selbst stärker in den Vordergrund als in früheren Büchern. Auffällig ist auch, dass die Gedichtsequenzen, die sich oft mit dem Tod und den größten Ängsten des Menschen befassen, so sehr von Zuversicht und Freundlichkeit durchdrungen sind." (Sindre Ekrheim, Humbaba)
Die norwegische Originalausgabe "Menneskedagar" ist erschienen im FORLAGET OKTOBER AS, OSLO 2018. Die Übersetzung der deutschen Ausgabe ist unterstützt von NORLA - Norwegian Literature Abroad.
Zum Übersetzer: Klaus Anders, geboren 1952. Er arbeitete als Gärtner, Textilfärber, Werkzeugmechaniker, Medizinischer Technologe. Debütierte 2003 mit dem Gedichtband "Mittag vorüber". Es folgten acht weitere Bände, zuletzt "Séptimas" (Edition Rugerup 2020) und "Nachtgesang einer Zitrone" (Ginster Press 2024). Ebenfalls bei Edition Rugerup erschienen seine Übersetzungen norwegischer Dichter, u.a. Olav H. Hauge, Øyvind Rimbereid und Kjartan Hatløy.
KJARTAN HATLØY, geboren 1954 an der Westküste Norwegens, wo er auch heute in einem kleinen Dorf allein lebt. Er war viele Jahre Werftarbeiter bis er entschied Philosophie in Bergen zu studieren. Deutsch brachte er sich selbst bei, um Heidegger und Hölderlin im Original zu lesen. Seit 1996 sind zahlreiche Gedichtbände im Forlaget Oktober in Oslo erschienen, die seinen Ruf als einer der besten zeitgenössischen Dichter Norwegens festigten. 2021 erhielt er den renommierten Dobloug-Preis der Schwedischen Akademie. "Menschentage" ist sein dritter Gedichtband, der auf deutsch erscheint.
GINSTERPRESS ist ein poetisches Projekt. Der Filmemacher Frank Wierke und der Dichter und Übersetzer Klaus Anders veröffentlichen hier Gedichte von Menschen, die ihnen bei ihrer Arbeit, oft auf schmalen Pfaden im Hinterland und abseits des Kulturbetriebs, über den Weg laufen.
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