Seit Laozi lehrte, dass alles aus dem einen Dao hervorgeht und durch das harmonische Spiel von Yin und Yang miteinander verbunden ist, und seit die indische Weisheit das Universum als Indras-Netz beschreibt, in dem jedes Juwel alle anderen widerspiegelt, ahnen Menschen: Alles ist mit allem verbunden. Die Quantenphysik scheint diese uralte Weisheit zu bestätigen - mit verschränkten Teilchen, die über jede Entfernung Kenntnis über den gegenseitigen Zustand besitzen, durchdringenden Feldern und einem lebendigen Vakuum. Manche feiern darin die wissenschaftliche Wiederkehr der mystischen Einheit. Das Buch nähert sich dieser Parallele kritisch. Es zeigt, wo die Analogien tragen und wo sie scheitern. Zwischen philosophischer Einheitssehnsucht und den mathematisch präzisen, oft befremdlichen Quantenphänomenen liegt ein tiefer Graben. Die Schlussfolgerung: Die Quantenphysik enthüllt tatsächlich eine radikale Verbundenheit - aber eine ganz andere als die alte Weisheit. Sie zwingt uns, Begriffe wie Ich, Welt, Materie und Geist neu und tiefer zu denken. Ein Buch für alle, die spüren, dass die Wirklichkeit weit befremdlicher und faszinierender ist, als Alltag und romantische Deutungen glauben machen.
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