Im Jahr 2023 erzählte die damals 86-jährige Helga Böger ihren Enkeln auf deren Wunsch die Familiengeschichte, stattgefunden habe die Gespräche in Leipzig. Es geht darum, an die Menschen zu erinnern, die bereits gestorben sind, ihr Leben wertzuschätzen. In der Familie gab es einen reichen Ingenieur, der die Leipziger Gasanstalten baute und sich mit 47 Jahren als Millionär zur Ruhe setzte. Es gab diese reichen Vorfahren, aber mit Otto Böger auch einen, der sich aus armen Verhältnissen hochgearbeitet hat. Diese zwei Erfahrungen sind in der Familie präsent: Einerseits das Bewusstsein, in einen gewissen Wohlstand hineingeboren worden zu sein, andrerseits das Wissen, dass jeder Mensch selbst sein Leben verbessern kann.
Helga Böger ist Jahrgang 1936, sie wurde in Dessau geboren. Drei ihrer älteren Brüder fielen im Krieg. Das Haus der Familie in Dessau wurde 1945 bei einem Bombenangriff zerstört, die Familie lebte danach drei Jahre im Keller dieses Hauses. Helga Böger legte ihr Abitur in Merseburg ab, studierte in Halle Medizin und arbeitete als Betriebsärztin in Buna, Schkopau und Schwarze Pumpe. Sie hat eine 1965 geborene Tochter, war lange ledig. Erst 1995 heiratete sie Richard Kulicke. Helga Böger ist mittlerweile verwitwet und lebt beim Erscheinen dieses Buches in Leipzig. Sie ist 89 Jahre alt und für ihr Alter bei gesunder Gesundheit.
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