Schlagworte: Generationenroman Gutshaus Norddeutschland, Gesellschaftsroman Mecklenburg Landschaft, Familienroman mit Zeitgeschichte, literarischer Roman über Zeit und Erinnerung, anspruchsvoller Roman mit mehreren Zeitebenen
Ein Herrenhaus in der abgelegenen Provinz Mecklenburgs erfährt Niedergang und Neubeginn, schwierige und bessere Zeiten. Dessen Eichenbalken beklagen sich, sie wären lieber Bäume geblieben. Architekten streiten über Grautöne und die Leere von Fassaden. Gäste bleiben und sorgen für schlechte Stimmung, andere für Heiterkeit. Wandervögel suchen Freiheit, Naturliebhaber nach einem Waldbad und dem Trost der Bäume. Ein Eremit wird zum Menschenfänger und ein Papagei interessiert sich für Politik. Gutsbesitzer werden zu Junkern und ergreifen die Flucht - wie so viele andere Menschen in den letzten 200 Jahren. Ein Fahrstuhl führt zum Mond. Hotelgäste bekommen Schafe nicht in den Griff. Weder über die Wiedervereinigung, noch über den Natur- und Klimaschutz ist man sich einig. Es ist das Herrenhaus selbst, das diesen Roman erzählt. Lebhaft und abschweifend, sprunghaft, ohne strenge Chronologie geht es durch die Zeiten, in denen die Liebe oftmals einen schweren Stand hat. Unbemerkt und neugierig belauscht es Menschen, schildert Gespräche und Begegnungen und zeichnet erinnerungsstark Ereignisse, Porträts und Lebenslinien derjenigen nach, die in den letzten 200 Jahren mit ihm verbunden waren. Es war Gutshaus, Sommerresidenz, Schloss, Familienmittelpunkt, Fluchtpunkt, Sitz einer Kommandantur, Grundschule, Alten- und Pflegeheim und beherbergt seit der Wiedervereinigung ein Hotel in einer wunderschönen Naturkulisse - es steht noch immer dort, wo einst der Wald gerodet wurde.
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