Welchen Seelen es wohl vermag, sich Tugenden zuzugestehen, wo alle anderen sich setzen. Moral will gelernt sein und doch scheint sie mir angeboren.
Ich lebe in einem Land, als dessen Bürgerin trage ich das konditionierte Staatsgewand. Wo jeder sich in Freiheit suhlt, doch keinem ist es je genug. Wir uns an unsichtbaren Grenzen stoßen, geblendet nach dem großen Ganzen suchen. Doch die Freiheit ist nur so groß, wie der Markt erlaubt. Stellst du dich in den Schatten, den sie uns werfen? Machst du ihn zu deinen eigenen Grenzen? Ich sehe uns im Licht. Würde es nicht verdammt viel ausmachen, zu wissen, dass so viele da draußen sich nach dem Gleichen sehnen wie du? Sie sich, hinter den gleichen Fassaden vermauert, gefangen fühlen? Zwischen Leid und Hoffnung, geht es uns allen ziemlich gleich.
Begleite mich auf die Suche, die nicht beendet wird durch Funde. Die durch uns fließt. Die nicht wir bestimmen, sondern die uns bestimmt. Die Sprache der Worte nicht spricht, sondern sie ernährt.
Mein Name ist Jana Antonia Martha Maria Mandl, ich bin an einem Sonntag in der Nacht geboren in welcher es in jenem Jahr zum ersten Mal geschneit hat, am 20. Dezember 1998, in der Nähe von Wien. Im keltischen Baumkreis bin ich eine Feige, sehr ironisch, wie ich finde, denn mein Leben ist stark geprägt von Übermut und einer tiefsitzenden Angst. Ich war schon immer ein bisschen anders, habe intensiver gefühlt als die meisten und die Welt durch eine sehr eigensinnige Perspektive betrachtet. Oft bin ich angeeckt und missverstanden worden, doch auch mit den Auf und Ab's und ihren Konsequenzen, habe ich mir meine innere Wahrheit nie absprechen lassen. Ich sehe meine Aufgabe in dieser Welt, andere Menschen dazu zu inspirieren auch ihrer eigenen inneren Stimme zu folgen, allen Widerständen zu trotz, um selbstbestimmt ihren Weg zu gehen.
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