Erst findet man einen ghanaischen Gastdozenten tot in Potsdam, kurz darauf seine Geliebte. Alles riecht nach einem rassistisch motivierten Angriff.
Hauptkommissar Johannes Zink steckt selbst mitten in einer ausgewachsenen Lebenskrise und würde den Fall am liebsten abgeben. Doch die Spuren führen ausgerechnet dorthin, wo keiner gerne gräbt: ins brandenburgische Hinterland, in einen »Klub für echte Männer« und ein Netzwerk gewaltbereiter Neonazis. Und da lässt der Fall ihn nicht mehr los.
Fragt sich nur, wie lange er durchhält. Denn die Sache reicht bis in sein eigenes Leben hinein: Seine Tochter könnte mit drinhängen. Außerdem kommt ihm ein verdeckter Ermittler in die Quere. Und leider auch eine schöne Frau.
Tom de Maer wurde am Bodensee geboren und lebt heute wieder dort. Er studierte Theater- und Filmwissenschaften, Neuere Deutsche Literatur und Philosophie in München und Berlin und absolvierte eine Drehbuchausbildung; hauptberuflich arbeitet er als Integrationscoach. Seine Bücher bewegen sich zwischen hartem Kriminalroman und literarischem Familiendrama - mit Figuren, die meist mehr mit sich selbst ringen als mit dem, was ihnen von außen zustößt. 2026 erschien sein Roman "Hamlet und seine Brüder" - eine Neuerzählung von Shakespeares Rachedrama als Familiengeschichte am Bodensee. Zuvor erschienen Gedichte von ihm in der "Bibliothek Deutschsprachiger Gedichte", eines davon als Preisträgergedicht. Am liebsten schreibt de Maer über Menschen an ihren Bruchstellen - und über die Frage, ob man von dort noch einmal ins Leben zurückfindet.
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