Erinnerungen manchmal sind sie einfach da. Gespräche, Bilder, Gefühle tauchen wie von Zauberhand auf. Stimmen erheben sich im Alltag, und plötzlich hält die Zeit die Luft an. Ein kleines Mädchen namens Lillivian. Sechs Jahre alt. Oder vielleicht doch älter? Sie spürt mehr, als sie verstehen kann, denkt manchmal zu viel, bringt Worte ins Rollen. Manche rollen wie Murmeln einen Weg hinunter treffen mitten ins Herz, andere verschwinden leise im Sand. Dieses Buch erzählt eine wundersame Geschichte über Geschwister zwischen Zerrissenheit und Verbundenheit, über Familie, Vergangenheit und das, was bleibt.Vielleicht erkennt man sich selbst ja wieder. Vielleicht liest man zwischen den Zeilen. "Wie Hund und Katze" zeigt, wie tief die Vergangenheit in einem Kind nachhallen kann und wie sich an einem einzigen Nachmittag die ganze Welt auf den Kopf stellt.
Ich wurde 2007 geboren, also in einer Zeit, die von Schnelllebigkeit geprägt ist. Doch statt mich mit all dem Trubel zu befassen, habe ich mich in die Zeilen verliebt. Bücher mochte ich früh, doch wirklich verstanden habe ich Sprache erst, als ich an meine neue Schule kam und eine besondere Person kennenlernte jemand, der mir zeigte, wie machtvoll, intensiv, aber auch verletzend Worte sein können. Seitdem schreibe ich Gedichte. Ich liebe die hochgestochene Denkweise und die Möglichkeiten, mit wenigen Worten ganze Welten zu erschaffen. Ich will viel denken und verkörpern Gefühle, Fragen, Brüche in Textformen, die leicht zu lesen, aber schwer zu durchdringen sind. Ein Gedicht von mir wurde auf der Homepage eines Altenpflegeheims veröffentlicht, in dem ich gearbeitet habe. Nun möchte ich mein erstes Buch mit euch teilen: Eine Geschichte über die Zerrissenheit zwischen Geschwistern.
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