Wie erkenne ich Deepfakes und schütze mich vor Manipulationen?
Workbook für den Mittelstand · 142 Seiten A5 · 2. Auflage 2026
Kernthese: Deepfakes sind kein Hackerangriff. Sie überwinden keine Firewall, sondern eine Erwartung - und lassen sich deshalb nicht mit Software abwehren, sondern mit Verfahren.
Teil A
Verstehen: Reifegrad-Check über fünf Dimensionen, Technik ohne Vorlesung (Voice Cloning, Face Swap, Lip Sync, Echtzeit-Avatare), Anatomie eines Angriffs in fünf Phasen und die vier psychologischen Hebel Autorität, Zeitdruck, Verschwiegenheit, Plausibilität.
Teil B
Erkennen: aktuelle visuelle und akustische Indikatoren - und drei Mythen, die gestrichen gehören, etwa "Deepfakes blinzeln nicht".
Wichtiger sind Kontextsignale: Kanalwechsel, Abweichung vom Verfahren, Geheimhaltung. Daraus folgt der Kern des Buches: verifizieren statt erkennen, mit Rückrufregel, Stoppregel, Codewörtern und Verifikationsmatrix.
Teil C
Schützen: Angriffsfläche verkleinern (OSINT-Selbstaudit, Abwesenheitsnotizen), Technik in sinnvoller Reihenfolge (MFA, Freigaben im System, SPF/DKIM/DMARC, Herkunftsnachweise nach C2PA) und eine ehrliche Einordnung von Erkennungssoftware. Dazu Meldekultur und faire Regeln für Angriffssimulationen.
Teil D
Reagieren: zwei getrennte Abläufe - Geld ist abgeflossen (Minute 0 bis 60: Bank, Beweise, Zugänge, Anzeige) und ein manipulierter Inhalt kursiert. Dazu Recht und Pflichten: 72-Stunden-Frist der DSGVO, NIS2, Kennzeichnung nach Artikel 50 KI-Verordnung.
Teil E
Umsetzen: 90-Tage-Plan in drei Etappen, Master-Checkliste, Erfolgsindikatoren.
Durchgehend als Arbeitsbuch angelegt: über 20 Arbeitsblätter, sechs kopierfähige Vorlagen (Notfallkarte, Freigaberichtlinie, Codewort-Vereinbarung, Eskalationsplan, Übungsszenarien, Schulungsnachweis), Selbstchecks und je Modul eine Transferseite für die eigene Maßnahme.
Belegte Fälle statt abstrakter Warnungen: Arup Hongkong (2024, rund 25 Mio. USD über eine gefälschte Videokonferenz), Ferrari und LastPass -beide Versuche scheiterten nicht an Technik, sondern an einer Rückfrage.
Haltung: keine Angstmacherei. Der Satz, auf den alles zuläuft - Verifikation ist kein Misstrauen, sondern Höflichkeit gegenüber der Kollegin, deren Identität gerade missbraucht wird.
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