Ein Strafverteidiger, der sich als Hehler ausgibt; eine Künstlerin, die Menschen wie Baumaterial verbraucht; und ein Mann, der am Balkon steht und zusieht, wie seine dunkelsten Rachegedanken plötzlich Wirklichkeit werden.
In 24 präzise beobachteten Kurzgeschichten leuchtet dieses Buch in die Nischen des Alltags, in denen das Absurde auf das Tragische trifft. Mit psychologischem Gespür, feinem Wahrnehmungsvermögen und einem Hauch schwarzen Humors erzählt die Autorin von den Masken, die wir tragen - und von den Momenten, in denen diese Masken Risse bekommen. Im Zentrum steht dabei die Erinnerung - mal als trügerische Momentaufnahme, mal als unerbittlicher Nachhall einer vergangenen Zeit.
Erinnerung ist kein starrer Ort. Sie ist wie Licht, das durch altes Glas fällt: mal wärmend und golden, mal schneidend scharf, manchmal sanft gefiltert durch die Schichten der Zeit.
Die hier versammelten Erzählungen bewegen sich auf dem schmalen Grat zwischen dem Erlebten und seiner literarischen Gestalt. Es sind Momentaufnahmen menschlicher Begegnungen - in feudalen Treppenhäusern, hinter Aktenstapeln oder in den Zeilen eines Briefes, geschrieben mit goldener Tinte. Es entstehen eindringliche Kindheitswelten und Porträts eines Alltags, in dem die Zeit sich biegt und das Vergangene plötzlich ganz nah rückt.
Friederike K. Berger, geboren 1958, wuchs in Bad Tölz auf und lebt in München-Schwabing. Sie ist Diplom-Sozialpädagogin (FH) sowie systemische Therapeutin und Paar- und Familientherapeutin (DGSF).
Ihre literarischen Arbeiten wurden u. a. in Lyrikzeitschriften, Zeitungen und beim Bayerischen Rundfunk veröffentlicht. 1983 erschien ihr Gedichtband "Traum und Tod" (Klaus Friedrich Verlag, München). Bei BoD folgten "Drei Farben Schwarz" (2017) sowie die Miniaturprosa "Der Vorgesetzte. Es nahm ein böses Ende..." (2020).
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