Wasser und Eis
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Wasser und Eis

Reflexionen zu Hakuin Zenjis Zazen Wasan

JiunKen Alf Bartholdy

Spiritualität & Esoterik

Paperback

88 Seiten

ISBN-13: 9783695155897

Verlag: BoD - Books on Demand

Erscheinungsdatum: 05.03.2026

Sprache: Deutsch

Schlagworte: Zen-Buddhismus:, Achtsamkeit & Meditation:, Selbstakzeptanz:, Bewusstsein & Quantenphysik:, Lebenshilfe & Spiritualität:

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Wasser und Eis - Eine radikale Einladung zur Selbstbegegnung.

"Die Menschen sind in ihrem tiefsten Wesen Buddha; es ist wie bei Wasser und Eis: Wie es kein Eis gibt ohne Wasser, so gibt es nicht einen Menschen ohne Buddha-Natur."

Mit diesen kraftvollen Worten beginnt Hakuin Ekaku (1686-1769), einer der bedeutendsten Zen-Meister Japans, seinen beraehmten Zazen Wasan - den "Lobgesang auf das Sitzen in Versunkenheit". Bis heute hallt dieser Text durch die Zen-Klöster der Welt. Er ist kein theoretisches Konstrukt, sondern eine Provokation: Wir müssen nichts werden, weil wir bereits alles sind, was wir suchen.

Doch was bedeutet das für ein Leben im 21. Jahrhundert?
Wie lässt sich die Erkenntnis, "Buddha zu sein", mit dem modernen Alltag vereinbaren - mit all dem Stress, der Wut, den Zweifeln und den persönlichen Abgründen?

JiunKen Alf Bartholdy kommentiert Hakuins Text nicht als distanzierter Akademiker, sondern als Praktiker, der seit fast 40 Jahren in der Rinzai-Tradition auf dem Kissen sitzt. Er nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Zeilen des Meisters und teilt dabei schonungslos seine eigenen Erfahrungen: von Tränen und Widerständen bis hin zum tiefen Ja zur eigenen Unvollkommenheit.

Was Sie in diesem Buch erwartet:

Zeitlose Weisheit neu interpretiert: Eine Zeile-für-Zeile-Reflektion des Zazen Wasan, die den alten Text lebendig werden lässt.

Zen ohne Maske: Ein authentischer Einblick in Jahrzehnte der Meditationspraxis - inklusive der Krisen und Durchbrüche.

Brückenschlag zur Moderne: Erfahren Sie, wie sich Zen-Erkenntnisse mit moderner Wissenschaft und Psychologie decken.

Praktische Inspiration: Impulse für die eigene Praxis und den Mut, sich mit allen "Ecken und Kanten" anzunehmen.

Dieses Buch ist für alle, die bereit sind, hinzuschauen - ohne Ausreden, ohne Beschönigung. Es führt nicht um den Schmerz herum, sondern mitten hindurch zum Kern unseres Wesens.

Hakuin sagt: "Hier und jetzt ist Reines Land, und dieser Leib hier ist nichts anderes als Buddha."
Nicht irgendwo anders. Nicht irgendwann später. Hier. Jetzt. Dies.
JiunKen Alf Bartholdy

JiunKen Alf Bartholdy

JiunKen Alf Bartholdy, Jahrgang 1958, blickt auf fast 40 Jahre intensive Zen-Praxis in der Rinzai-Tradition zurück. Als Leiter eines Zen-Dojos in Leipzig gibt er seine Erfahrungen in Zazen und der Koan-Arbeit an Schüler weiter. Sein Weg war dabei alles andere als eine geradlinige Suche nach Erleuchtung - er war geprägt von der radikalen Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich.

Der Weg des Zen führte ihn durch tiefe Täler: Wut, Zweifel, Tränen und persönliche Abgründe waren stete Begleiter auf dem Kissen. In dieser jahrzehntelangen Praxis erfuhr er, dass Zen nicht bedeutet, ein perfektes Ideal zu erreichen, sondern die mühevolle Kunst zu erlernen, sich selbst bedingungslos anzunehmen. Heute, mit 68 Jahren, betrachtet er seine eigene Biografie mit einer befreienden Prise Humor und Akzeptanz: "Wenn es mich nicht gäbe, müsste man mich erfinden." Es ist dieses Ja zu den eigenen Ecken und Kanten, das seine Lehre und seine Texte so authentisch und greifbar macht.

Schon vor seinem Weg im Zen prägte ihn das Kyudo, das japanische Bogenschießen. Hier machte er die erste prägende Erfahrung mit der paradoxen Natur des Handelns: völlig präsent zu sein, ohne einzugreifen. Die Erkenntnis, dass sich der Schuss von selbst löst, wenn man aufhört, ihn erzwingen zu wollen, wurde zum Fundament seines spirituellen Verständnisses.

Diese Achtsamkeit setzt sich in seiner Leidenschaft für die Shakuhachi fort. Seit vielen Jahren widmet er sich dem Spiel der japanischen Bambusflöte in der Itchoken-Tradition. Für ihn ist das Flötenspiel kein bloßes Musizieren, sondern ein weiterer "Do-Weg" - ein Weg des Loslassens, auf dem jeder Atemzug und jeder Ton zum Spiegel des Augenblicks wird.

JiunKen Alf Bartholdy versteht es, die tiefe Weisheit der östlichen Traditionen in eine Sprache zu übersetzen, die den modernen Menschen in seiner Lebensrealität erreicht. Von ihm erschien kürzlich bereits das Werk "Die Praxis des Herzsutra", ein Arbeitsbuch zu einem der zentralen Texte des Mahayana-Buddhismus. Mit seinem neuen Buch über Hakuins Zazen Wasan setzt er diesen Weg fort: ehrlich, ungeschönt und zutiefst menschlich.

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