In einer Welt, in der alles auf Abruf bereitsteht und jeder Mangel nur noch als temporäres Logistikproblem gilt, gerät eine entscheidende Dimension unserer Existenz aus dem Blick: das konstitutiv Unverfügbare. In Was sich nicht fügt seziert Frank Kralemann mit philosophischer Schärfe und beeindruckender Klarheit unsere moderne Verfügbarkeitskultur. Er zeigt auf, wie wir Tod, Altern, Schmerz und Zufall fälschlicherweise als lösbare Optimierungsprobleme behandeln und damit einen fundamentalen Kategorienfehler begehen. Dieser Fehler führt nicht zur Befreiung, sondern in die Hybris, in chronische Erschöpfung und zu einem Verlust an Trost. Kralemann lädt dazu ein, die Grenze zwischen dem Machbaren und dem Unabänderlichen neu zu denken. Ein Plädoyer für eine Gelassenheit jenseits von Techniken und Ratgebern, die das Leben nicht als Projekt, sondern als ein tiefes, oft widerständiges Geschehen begreift. Ein unverzichtbares Buch für alle, die sich der Diktatur der ständigen Optimierung entziehen und zu einer reifen, wahrhaftigen Haltung finden wollen.
Frank Kralemann ist ein erfahrener Autor. Er schreibt Ratgeber und Sachbücher aber er hat sein Herz auch an die Poesie verloren. Frank Kralemann ist Vater und Großvater. Er lebt in der Nähe des Teutoburger Waldes.Wenn er nicht schreibt, läuft er gern durch die schöne Natur.
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