Wo beginnt Krankheit? Im Laborwert, im Organ oder in dem Augenblick, in dem der Weg zum Bäcker plötzlich zu weit wird? Die Medizin kann messen, benennen und erstaunlich genau lokalisieren. Doch was geschieht, wenn die Befunde kaum verändert sind und ein Mensch trotzdem an Möglichkeiten verliert? Norbert Wrobel folgt dieser Frage von der Zelle bis zur Lebenswelt. Er zeigt, warum Stabilität Arbeit ist, weshalb ein Körper lange kompensieren kann, bevor etwas kippt, warum derselbe Befund für zwei Menschen etwas völlig anderes bedeutet und wann aus biologischer Veränderung Kranksein wird. Dabei begegnen uns Virchow und Haeckel ebenso wie Tumoren, Delir, biologische Reserve und sogar ein Tier, das für die Altersforschung bemerkenswert schlechte Manieren hat: der Nacktmull. Dieses Buch sucht keine Weltformel. Es sucht den richtigen Maßstab. Mit Was ist Krankheit? findet die Trilogie nach Leben aus Quantenstaub und Quantenbewusstsein ihren dritten Band und führt ihre großen Fragen dorthin zurück, wo sie praktisch werden: zum Menschen und zur Medizin. Krankheit hat mehrere Adressen. Die Kunst der Medizin besteht darin, zur richtigen Zeit an der richtigen zu klingeln.
Norbert Wrobel ist promovierter Arzt. Er war rund vier Jahrzehnte klinisch tätig, darunter zehn Jahre an dem Universitätsklinikum der Freien Universität Berlin in Berlin-Charlottenburg, und lehrte über viele Jahre in der Medizin sowie in den Human- und Gesundheitswissenschaften. Seit langem beschäftigt er sich mit chronischen und neurodegenerativen Erkrankungen sowie mit grundlegenden Fragen zu Leben, Information, Bewusstsein und Krankheit. In seinen Büchern verbindet er medizinische Erfahrung mit naturwissenschaftlicher und systemischer Perspektive.
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