Der Reaktor der Exender VII zittert seit dem Start. Niemand weiß warum.
Captain Kellan führt ein altes Schiff mit einer Crew, die einander kaum kennt, auf eine Mission, die die letzte Chance der sterbenden Erde sein soll: eine Pflanze auf dem Planeten Urbanis IV finden, die das Gleichgewicht wiederherstellen kann. Aber der Reaktor zittert. Die Ingenieurin Tamsin flucht und justiert und weiß, dass Justieren keine Reparatur ist. Mira, der menschliche Geist im Herzen des Schiffes, hört alles, auch das Klicken in einem dunklen Wartungsschacht, das aufhört, sobald jemand die Tür öffnet.
Dann findet Tamsin das Sendegerät. Klein genug, um übersehen zu werden. Groß genug, um ihre Position an jemanden zu verraten, der im Dunkeln wartet. Und während die Crew herausfindet, dass die Mission von Anfang an kompromittiert ist, taucht auf der Sensorenkarte etwas auf, das kein Schiff ist und kein Phänomen und keine Kategorie hat. Dreihundert Kilometer groß. Ohne klare Ränder. Es bewegt sich auf die Exender VII zu. Nicht schnell. Geduldig.
Als die Piraten angreifen, muss Kane zum ersten Mal in zwanzig Jahren entscheiden, was ein Ziel ist und was nicht. Als das Muster hörbar wird, muss die Crew entscheiden, ob sie zuhört. Und als das Andere aufhört, sich zu drehen, und die offene Seite seines Bogens genau in Richtung der Piraten zeigt, versteht Kellan, dass nichts an dieser Mission Zufall ist.
Es gibt Momente im Leben, die alles verschieben. Für Roland P. Bayer war es eine Krebserkrankung. Was danach kam, waren Bücher.
Nicht weil Schreiben heilt. Sondern weil manche Dinge eine Form brauchen, um greifbar zu werden. Gedanken, Zweifel, Fragen, die sich im Kopf festsetzen und nicht loslassen. Bayer schreibt nicht, um Antworten zu liefern. Er schreibt, um die richtigen Fragen sichtbar zu machen.
Seine Texte kommen aus dem Inneren, aus einer ganz persönlichen Sicht auf Welt, Mensch und das, was dazwischen liegt. Philosophisch manchmal, mythologisch, unbequem wenn nötig. Bücher, die sich nicht in eine Schublade stecken lassen.
Wenn ein Leser das Buch weglegt und kurz innehält, vielleicht einen Gedanken neu denkt oder sich selbst eine Frage stellt, die er vorher nicht hatte, dann war es das genau richtig.
Roland P. Bayer lebt in der Oberpfalz. Er veröffentlicht eigenständig und ist regelmäßig auf regionalen Märkten anzutreffen, wo ihm das direkte Gespräch mit dem Leser genauso viel bedeutet wie das Buch selbst.
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