Schlagworte: Walter Benjamin, Geschichtsdenken und Theologie, Ekklesiologie, Kapitalismuskritik und Theologie, Neue Politische Theologie und Walter Benjamin
Die immer mehr zum Wahn werdende Krise des Kapitalismus tritt ökonomisch, politisch, sozial, ökologisch und psychologisch als Vielfachkrise in Erscheinung. Während die Kirche vor allem mit sich selbst beschäftigt ist, wäre diese Krise die wesentliche Herausforderung für ihre aktuelle Sendung. Von Walter Benjamin könnte sie lernen, einen neuen Blick auf Geschichte zu werfen, der den fortgesetzten Gang in die Katastrophe unterbrechen und die geschlossene Welt kapitalistischer Normalität aufsprengen kann. In Verbindung mit den Traditionen der Unterscheidung zwischen Gott und Götzen könnte die Kirche lernen, mutig und befreiend dagegen Einspruch zu erheben, dass der Globus dem kapitalistischen Selbstzweck der Vermehrung von Kapital unterworfen und Menschen wie die Schöpfung diesem Götzen geopfert werden. Vor diesem Hintergrund erweist sich die Dringlichkeit einer solidarischen und eingedenkenden Ekklesiologie.
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