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Virginia Enlightenment erzählt die Geschichte eines Mannes, der seine gesicherte Existenz aufgibt, um einer spirituellen Erfahrung von Sinn und Ganzheit zu folgen. Finis, ein IT-Ingenieur, verlässt sein bisheriges Leben und begibt sich auf eine Reise, die ihn mit erotischen, sozialen und spirituellen Machtverhältnissen konfrontiert, deren Versprechen sich zunehmend als ambivalent erweisen.
Der Roman nähert sich dem Thema Spiritualität ohne Ironie, aber auch ohne affirmatives Heilsversprechen. Er interessiert sich weniger für Erleuchtung als für die Bedingungen, unter denen Sinn gesucht wird, und für die Konsequenzen, die dieser Versuch in einer entzauberten Welt haben kann. Dabei verzichtet der Text auf psychologische Erklärung und moralische Leserführung und setzt stattdessen auf Beobachtung, Brüche und Leerstellen.
Formal verbindet "Virginia Enlightenment" unterschiedliche Tonlagen: eine suchende, bildhafte Innenperspektive steht einer nüchternen, distanzierten Beschreibung der äußeren Realität gegenüber. Der Roman bewegt sich jenseits eindeutiger Genrezuordnungen und lässt sich weder als Entwicklungsroman noch als spiritueller Erfahrungsbericht lesen. Er versteht sich als literarische Auseinandersetzung mit der Frage, was von Transzendenz bleibt, wenn ihre traditionellen Sicherheiten verloren gegangen sind.
Sebastian Schinnerl, geb. 1960 in Hohenems. Ingenieurstudium in der Schweiz. Langjähriges Reisen durch Asien. Er lebt und arbeitet als Schriftsteller in St. Gallen und Selva Piana.
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