Als Christina nach langer Krankheit plötzlich stirbt, bricht eine Welt zusammen. Zurück bleibt ihr Mann, gefangen in Schmerz, Trauer und einer Depression, die jeden Tag schwerer werden lässt. Nichts scheint ihn noch zu tragen - bis er sich auf einen Weg macht, der mehr verspricht als Bewegung und Kilometer: den Jakobsweg, den er und Christina gemeinsam begonnen haben, und den er vicarie pro, also stellvertretend für sie, weitergeht. Auf uralten Wegen, durch endlose Landschaften, im Wechsel von Sonne und Regen, Schnee, Kälte und Wind, beginnt eine innere Auseinandersetzung. Der Rhythmus des Gehens, das Schweigen der Weite, Begegnungen mit Menschen, die ebenfalls suchen - all das öffnet eine Tür, durch die leise Hoffnung zurückkehrt. Schritt für Schritt entsteht etwas Neues: Dankbarkeit. Mut. Vertrauen. Leben. Diese Pilgerreise erzählt nicht von Flucht, sondern von Heilung. Von Trost spendenden stillen Momenten auf dem Weg und in Kirchen, und vom stärkenden Miteinander mit Anderen. Ein Buch über Verlust, Hoffnung und den Weg zurück ins Leben - getragen von der Kraft des Gehens und der landschaftlichen und spirituellen Schönheit des Jakobswegs.
Gerhard Maier, Jahrgang 1954, ist Vater von vier Kindern und Großvater von sechs Enkelkindern. Er ist pensionierter Realschullehrer, leidenschaftlicher Hobbydrechsler und begeisterter Naturliebhaber.
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