Als der zweiundzwanzigjährige Ukrainer Aleks in Dresden ankommt, hat er Blut am Hemd und ein Geheimnis, das er niemandem erzählen kann. In einer Flüchtlingsunterkunft begegnet er Katarina, achtzehn Jahre alt, behütet, neugierig, und offener für die Welt, als ihre Mutter ahnt. Sie bringt ihm ein neues Hemd, wartet auf ihn - und verliebt sich. Während Katarinas Großmutter Luisa Nacht für Nacht von ihrer eigenen Flucht aus Ostpreußen erzählt, von Rettung, Verrat und einer Schuld, die Jahrzehnte überdauert, holt Aleks' Vergangenheit ihn in Dresden ein. Ein Mann, den er tot glaubte, taucht wieder auf. Aus Liebe wird Flucht, aus Angst Gewalt, aus Hilfe eine tödliche Tat. Drei Frauen, ein junger Flüchtender und eine Wahrheit, die zu spät kommt - und doch vielleicht noch ein Leben retten kann.
Matthias-Johannes Fischer, geboren 1959 in Hamburg, studierte in den 1980er Jahren Literaturwissenschaft und arbeitete als freier Journalist und Autor. Seine Promotion widmete er Bertolt Brechts Theatertheorie. Später war er Mitgründer der Alpha Entertainment GmbH und in Köln als Film- und Fernsehproduzent tätig. Mit dem Roman "Living Forever I" kehrte Fischer zur Literatur zurück. Im Frühjahr 2026 folgte "Kein Morgen mehr", ein Roman über eine unvorstellbare Kriegskatastrophe, im Sommer 2026 "Living Forever II - Patient Faust".
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