Dr. Samuel Hahnemann war in der Zeit der Aufklärung der innovativste Arzt der Medizingeschichte. In seiner "vorhomöopathischen" Ära erwarb er sich innerhalb der Schulmedizin als Naturwissenschaftler ausserordentliche Verdienste. Sei es der Nachweis der Arsenvergiftung, der Nachweis der Weinverfälschung, die Definition der modernen Hygiene, die moderne Anamneseerhebung, die humane Therapie Geisteskranker, die Beschreibung von Mikroben als Krankheitsüberträger, die erfolgreiche Therapie gegen Cholera, die Arzneimittelprüfung an Gesunden und die in diesem Werk von 1789 dargestellte Behandlung der "Lustseuche", für die er ein eigenes hochwirksames und nebenwirkungsarmes Quecksilberpräparat herstellte.
Dieses Buch über die venerischen Krankheiten, darf als Keimzelle für Hahnemanns Lehre von den chronisch-ererbten Krankheiten, der Miasmenlehre gelten. Ein Muss für alle Homöopathiestudenten, bevor man sich mit dem "Organon der Heilkunst" und dem Buch "Die chronischen Krankheiten" beschäftigt. Diese drei Werke Hahnemanns, ergeben die "Hahnemann Trilogie".
Dieses heute ignorierte, elementare medizinische Wissen ist unabdingbar, um später als Arzt in einer Fülle von "nicht mehr benennbaren Krankheiten" fachlich bestehen zu können. Am Anfang steht die Geschichte der Medizin und das Lernen von den alten Meistern, denn man kann nur das erkennen, was man kennt.
Dr. Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1755 - 1843) war Schulmediziner mit pharmakologischem Schwerpunkt. In jahrzehntelanger Praxisarbeit gelang ihm die Entwicklung der "Homöopathik", einem eigenständigen, systematischen Lehrgebäude, das noch heute als das fortschrittlichste Heilsystem gelten darf.
Johannes Sussbauer (Hrsg.)
Johannes Sussbauer ist freiberuflicher Medizinaldramaturg und beschäftigt sich mit der Erschließung und Neubearbeitung historischer Schriften.
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