Jeden Tag sitzen in deutschen Klassenzimmern Kinder, deren Leistung von außen kaum sichtbar wird. Kinder, die gelernt haben, Zusammenhänge verstehen und sich vorbereitet haben und trotzdem nicht immer zeigen können, was in ihnen steckt.
Gerade autistische Schülerinnen und Schüler erleben Schule häufig unter Bedingungen, die ihre tatsächlichen Fähigkeiten verdecken können. Reizverarbeitung, Kommunikation, exekutive Funktionen, Selbstregulation, Überforderung oder Schwierigkeiten mit sprachlichen und sozialen Anforderungen beeinflussen, wie Leistung sichtbar wird.
Dieses Buch lädt dazu ein, genauer hinzusehen: auf die Anforderungen hinter einer Aufgabe, auf die Belastung hinter einem Verhalten und auf die Leistung, die oft längst erbracht wurde, bevor sie auf einem Blatt Papier sichtbar wird.
Leicht verständlich, alltagsnah und wissenschaftlich fundiert verbindet Sabrina Dörr fachliche Grundlagen mit zahlreichen Praxisbeispielen und konkreten Ideen für einen inklusiveren Schulalltag. Dabei geht es auch um Nachteilsausgleich, faire Leistungsbewertung und die Frage, wie schulische Anforderungen gestaltet werden können, damit vorhandene Fähigkeiten tatsächlich sichtbar werden.
Das Buch richtet sich an Lehrkräfte aller Schulformen, Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen, Integrations- und Inklusionskräfte, Schulleitungen, Referendarinnen und Referendare, die Schulsozialarbeit sowie an Eltern, die Schule besser verstehen möchten.
Für mehr Verständnis. Für fairere Bedingungen. Für eine Schule, die alle Kinder sieht.
Sabrina Dörr ist Mutter zweier Töchter und schreibt über das, was zwischen den Zeilen des Alltags oft unsichtbar bleibt: weiblichen Autismus, Sensibilität, Erschöpfung und die leise Stärke dahinter.
Mit ihrem ersten Buch "Sie leuchtet anders Eine einfühlsame Reise in den weiblichen Autismus" erzählte sie die sehr persönliche Reise zu ihrer Tochter Lilly und machte sichtbar, was lange übersehen wurde.
In "Unsichtbare Leistung" richtet Sabrina Dörr den Blick auf den Schulalltag und auf Kinder, deren Können nicht immer so sichtbar wird, wie es tatsächlich vorhanden ist. Sie möchte Verständnis schaffen, Perspektiven verändern und dazu beitragen, dass Kinder in ihrer eigenen Art gesehen und verstanden werden.
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