Solch relative Freiheit wie in einem Westberlin aufzuwachsen, das von einer Mauer umgeben ist, in einer Familie, in der sich ständig alle umbringen wollen, wo ein Kind, eingesperrt auf sechs Quadratmetern, lernen soll sich selbst genug zu sein, da können ein Kopf und ein Herz das kreativ verarbeiten, inklusive Rückkehr und relativer Versöhnung. Weniger durch Dokumentation oder indem ich Zeugnis ablege, als wenn ich mir die Freiheit nehme zu erzählen.
Wer ich bin: Eine Heilpraktikerin, ehemalige Redakteurin und promovierte Biologin, die vor rund 61 Jahren in Berlin geboren wurde. Seit über 20 Jahren lebe ich im Süden von München. Was ich schreibe: Meine Erzählungen reichen von der alleinerziehenden Kaufhausangestellten, die innerhalb weniger Tage ausflippt (Porzellan), über eine reiselustige Siebzigjährige, die von ihrer Vergangenheit als Lebensborn-Kind erfährt (Tausend Wasser und Tod), eine Berliner Beinahe-Kommissarin (Gold in den Gräbern der Stadt) bis hin zum Aufbruch ins All mit der Trilogie Nachricht von der Erde, Die Unanwesenden und Die Letzten der Liebe. Warum und wie ich schreibe: Das Leben jedes Menschen spiegelt sich in seiner Zeit. Das prägt die Geschichten, wirft existenzielle Fragen auf und ist meine Form der Antwort.
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