Mit 40 war mein Leben vorbei zumindest dachte ich das damals. Mein immer schneller laufendes Hamsterrad blieb abrupt stehen und spuckte mich unsanft aus. Was folgte, fühlte sich zunächst an wie ein freier Fall in dunkelster Nacht. Orientierungslos. Erschöpft. Depressiv. Lebensmüde. Und weit entfernt von all den Plänen, die ich geschmiedet hatte. Von dem Bild, das ich mir von meiner Zukunft gemacht hatte.
Es folgten Jahre voller innerer Bewegung und Widerstände. Mit Höhen und Tiefen, Hoffnung und Zweifel, Mut und Angst. Zwischen Loslassen und Festhalten.
Dieses Buch erzählt von dem, was still und leise geschieht, wenn wir uns selbst verlieren - und beginnen, uns wiederzufinden. Von dem, was niemand sieht. Und von einer Erkenntnis, die sich erst mit der Zeit zeigt: Dass es Mut und Vertrauen braucht, um anzunehmen, was ist. Und dass das Leben für uns passiert. Manchmal leise. Manchmal unbequem.
Rückblickend waren diese Übergangsräume der Anfang von etwas Wunderschönem.
Angelika Elisabeth Kalina lebt im Wienerwald und schreibt über innere Übergangsräume - jene Zeiten, in denen nichts mehr ganz passt und trotzdem alles möglich scheint. Sie interessiert sich für das Dazwischen. Für leise Veränderungen und für die stillen Momente, die unsere innere Welt bewegen und die sich oft erst im Rückblick zeigen.
Ihr Schreiben ist persönlich, achtsam und psychologisch geprägt, bleibt dabei jedoch stets nah am Leben. Ein feiner Humor begleitet ihre Texte. Nicht, um Dinge leichter zu machen, sondern um ihnen mit Menschlichkeit zu begegnen. . Schreiben ist für sie ein Weg, dem Leben aufmerksam, ehrlich und mit einem offenen Herzen zu begegen.
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