Ein Eckbüro am Neuen Wall, eingerichtet für dreißig Leute. Besetzt: zwei. Beat Erik führt eine Full-Service-Agentur, die aus ihm, seinem Steuerberater und siebenundvierzig KI-Agenten besteht. Auf dem Türschild steht noch, was die Firma einmal war.
Die Arbeit machen die Maschinen. Der Mensch ist im Prozess geblieben, weil jemand haften muss. Ein Körper, der unterschreibt, was er nicht mehr prüfen kann.
In sieben Kapiteln nimmt Beat Erik die Branche auseinander, in der er zwanzig Jahre gearbeitet hat. Den Wrapper, der die Sprache der Maschine lernt. Die Haftung, die das Recht zuverlässig beim Menschen ablegt. Die Margen, die niemand veröffentlicht. Die Pitchkultur, die an sich selbst stirbt. Und die eigene Karriere, fünf Stationen, ehrlich abgerechnet.
Kein Alarm. Keine Prognose. Kein Ratschlag. Eine Obduktion der Gegenwart, geschrieben von jemandem, der diese Branche liebt und aufgehört hat, ihr zu glauben.
Beat Erik ist Geschäftsführer einer Hamburger Digitalagentur, die aus ihm, einem Steuerberater und siebenundvierzig KI-Agenten besteht. Davor zwanzig Jahre in deutschen und internationalen Agenturen, fünf Stationen, von der frühen Internetbude bis in die Geschäftsführung. Er hat Pitches gewonnen, an die er nicht glaubte, und Präsentationen gehalten, deren Zahlen er selbst nicht geprüft hat. The Ghost Agency ist sein erstes Buch.
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