Schlagworte: Eine besondere Schulklasse in DDR-Zeiten von 1967 bis 1971, Die Eos Karl Marx Rathenow am Beispiel einer Klasse, Exkursionen und Freizeitgestaltung einer Klasse an der EOS Rathenow, Ein besonderes Lehrer-Schüler-Verhältnis, So macht Schule Spaß - gezeigt am Beispiel einer Klasse in der DDR
Die Autorin dieser Coming-of-Age-Geschichte zeigt anhand der Protagonistin umgeben von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern das Heranwachsen von 14-/15-jährigen Teenagern bis zum Abitur. Sie erleben gemeinsam vier besondere Jahre mit Klassenfahrten, Theaterbesuchen, Freundschaften, ersten Liebesabenteuern, Freuden und Enttäuschungen. An dieser von Toleranz und Respekt geprägten Schule werden sie gelenkt von vorbildlichen Lehrern, wobei diese Klasse das Glück hat, durch einen ganz besonderen Klassenlehrer zu einem Team geformt zu werden, das sich ihr ganzes Leben lang halten soll. Natürlich besteht ihr Schulleben nicht nur aus Freizeitgestaltung, an einer EOS (Erweiterten Oberschule) steht man unter Leistungsdruck und dem ständigen Examensstress, aber selbst in schwierigen Situationen helfen sie sich gegenseitig und bestreiten den Schulalltag erfolgreich mit ihren Lehrern gemeinsam. Die Erinnerungen an diese vier Jahre sind vor allem verbunden mit einem Gefühl der Sicherheit, des Vertrauens und der Unbeschwertheit, wofür sie der Lehrerschaft und sich selbst gegenseitig dankbar sind.
Bereits acht Jahre bin ich, Barbara Schenk, im Ruhestand und mein eigene Schulzeit lässt mich nicht los. Seit zwei Jahren gehe ich jetzt der Sache auf den Grund, warum eine Klassengemeinschaft noch nach mehr als einem halben Jahrhundert zusammenhält, warum die Mädchen und Jungen der ehemaligen 12a der EOS "Karl Marx" Rathenow noch immer ein großartiges Team sind, das sich regelmäßig trifft. Diese Klassentreffen waren der Anlass, auf Spurensuche zu gehen, worin die Ursachen für diese Verbundenheit liegen. Daraus ist dieses kleine Büchlein mit einer Comimg-of-Age-Geschichte entstanden. Wir haben eine Schule besucht, die durch Toleranz und Respekt geprägt war. Unser Deutsch-und Klassenlehrer hat uns geformt nicht nur durch seinen anspruchsvollen Unterricht, sondern durch Freizeitgestaltung und kulturelle Höhepunkte. Mein Wunsch, Lehrerin zu werden, basierte auf seiner Vorbildwirkung und aus dem Wunsch ist eine Berufung geworden, der ich 43 Jahre treu geblieben bin. In Rostock Germanistik und Slawistik studiert und danach in Mecklenburg unterrichtet, musste ich nach dem Mauerfall noch einmal zusätzlich Anglistik studieren, als ich bereits Mutter von drei Kindern war, weil Russisch nicht mehr gefragt war. Als Mecklenburg-Vorpommern am Anfang der 2000er Jahre ein Schulkrise durchmachte, verbunden mit dem Lehrerpersonalkonzept, das Stundenkürzungen beinhaltete, bewarb ich mich um eine Auslandsstelle als Deutsch-und Englisch-Lehrerin. Allerdings hatte das Auslandsschulwesen für Kader eine Altersbegrenzung vorgesehen, die für mich nicht mehr in Frage kam. Daher schickte ich meine Bewerbung direkt an die Schule nach Las Palmas auf Gran Canaria und durfte, zwar mit niedrigem Gehalt, zwölf Jahre bis zum Rentenalter hier an der Deutschen Schule unterrichten. Diesen Schritt habe ich nie bereut! Ich bin hier geblieben bei den Canarios, bekomme von Verwandten und Freunden Besuch und verbringe die Sommer meistens in Deutschland. Nach zwei Kursen "Kreatives Schreiben" auf Kreta unter der professionellen Leitung von Frau Dr. Hanne Landbeck ist nun dieses kleine Büchlein entstanden und ich hoffe, dass beim nächsten Klassentreffen fleißig darüber diskutiert wird. Es sind vor allem meine Erinnerungen, wenn auch einige meiner Klassenkameradinnen und Klassenkameraden mit kleinen Anekdoten meine Ausführungen bereichert haben.
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