Verloren im verloren sein und mein Navi ist kaputt, so fühlen sich jedenfalls meine Zwanziger an. Ich schloss die Tür hinter mir ab, als der warme Sommerwind mir entgegenkam. Am Mehringdamm roch es nach Sommergewitter, so wie Pashanim es mir bereits beschrieben hat. Der Sommer ist angekommen, ich aber noch nicht. Sommerpause.
Lilija Leanidowna, das zweite Kind einer Migrantenfamilie, die nach dem Zerfall der Sowjetunion in Deutschland eine neue Heimat suchte, fand in ihren Worten ein Ventil für ihren stillen Protest. Ihre Texte verleihen den Stimmlosen eine Stimme, schaffen Raum für das Unausgesprochene und weben aus vergessenen Erinnerungen bewegende Geschichten. Zwischen dem Echo eines verlorenen Gestern und der Sehnsucht nach einem besseren Morgen bewegte sie sich als Fremde in ihrer eigenen Kindheit. Ein Leben inmitten von Ausgrenzung und Heimatlosigkeit führten sie schließlich in den Ruhrpott, wo sie ihre Leidenschaft für das Recht entdeckte. Als Rechtswissenschaftsstudentin und Autorin baut sie nun Brücken zwischen Recht und sozialer Gerechtigkeit. Mit zweiundzwanzig Jahren ist Lilija Leanidowna nicht nur eine Stimme der Zukunft, sondern die Veränderung der Gegenwart.
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.