"Sokrates und die KI" ist ein Experiment, in dem die Vergangenheit die Zukunft herausfordert und überraschende Antworten entstehen. Das Stück untersucht, wie sich Denken verändert, wenn der Mensch mit einer Maschine spricht, die keine Erfahrung, keine Absicht und keine Welt hat, aber Muster erkennt, die größer sind als jedes einzelne Gehirn. In 19 dialogischen Szenen begegnen sich Sokrates, ein moderner Mensch und eine KI im Zwischenraum des Denkens. Das Werk zeigt, wie augmentale Vernunft entsteht, nicht durch Technik, sondern durch Beziehung, Kontext und Verantwortung. Viele stille Annahmen geraten ins Wanken und Öffnen den Raum für ungewohnte Sichtweisen. Es ist ein Stück über die Zukunft der Vernunft, über das, was der Mensch als Art will und was er überhaupt kann. Das Verständnis der KI als Werkzeug dritter Ordnung, verbindet Vertrautheit und zugleich ungewöhnliche Gedankengänge. Damit wird dem Leser nicht nur ein erkenntnistheoretischer, sondern auch emotional neuartiger Raum angeboten.
Michael Geiger, 1949 in Halle/Saale geboren. Frühe technische Neugier: Mit fünfzehn konstruierte er eine kybernetische Schildkröte mit drei Sinnen. Ausbildung zum Funkmechaniker; anschließend Studium der Philosophie an der Karl Marx Universität Leipzig und Promotion am Lehrstuhl für Erkenntnistheorie. Tätigkeiten in Forschung und Lehre an akademischen Einrichtungen in Deutschland und China. Berufliche Stationen in der freien Wirtschaft, unter anderem als Vorstandsvorsitzender einer Aktiengesellschaft zur Wissensmodellierung für Maschinensprache. 2011 vom Berliner Senat zum Professor berufen.
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