Sören passt nicht ins System und das bleibt nicht ohne Folgen. Die Geschichte beginnt an einem Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Was zuvor noch irgendwie funktioniert hat, lässt sich danach nicht mehr herstellen. Von diesem Moment an stellt sich nicht mehr die Frage, wie Sören wieder in den bisherigen Alltag zurückkehren kann, sondern wie es überhaupt weitergehen soll. Sören und die Löwin erzählt die Geschichte eines autistischen Kindes und seiner Familie in einem Schulsystem, das Anpassung fordert, während es selbst kaum bereit ist, sich zu bewegen. Aus Überforderung werden Fehlzeiten, aus Fehlzeiten wird Druck und aus dem Versuch, ein Kind beschulbar zu machen, ein Kampf darum, dass es an Schule nicht zerbricht. Es ist eine persönliche Geschichte über Autismus, Schule und Inklusion und darüber, was passieren kann, wenn ein Kind nicht ins System passt und trotzdem passend gemacht werden soll.
Nina Wattläufer schreibt über Menschen, Familien und die Systeme, in denen sie sich bewegen müssen. Dabei interessieren sie besonders die Geschichten, die im Alltag oft übersehen werden. Ihre Bücher verbinden persönliche Erfahrung mit genauer Beobachtung und einem Blick für die Widersprüche des Lebens. In Sören und die Löwin erzählt sie von Autismus, Schule und Inklusion aus der Perspektive ihrer eigenen Familie. Sie beschreibt, was geschieht, wenn ein Kind nicht in die vorgesehenen Strukturen passt und scheut sich dabei auch nicht, die eigenen Gedanken, Zweifel und Widersprüche sichtbar zu machen.
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