Einen lukrativen Online-Nebenverdienst aufzubauen gehört zu den großen Verlockungen unserer Zeit. Side Hustles versprechen finanzielle Freiheit, passives Einkommen, mehr Selbstbestimmung und weniger Abhängigkeit vom Arbeitgeber. Millionen Menschen investieren Zeit, Energie und oft auch Geld in Online-Shops, Dropshipping, Plattformarbeit, Social-Media-Kanäle, YouTube- oder TikTok-Videos, Content-Projekte oder andere digitale Nebenjobs. Doch für die meisten bleibt der erhoffte Erfolg aus. Trotz wachsender Anstrengungen entsteht selten ein stabiles Einkommen. Statt finanzieller Unabhängigkeit erleben viele eine neue Form von Konkurrenz, Unsicherheit und Selbstausbeutung. Dieses Buch untersucht die Mechanismen hinter der Side-Hustle-Ökonomie. Es zeigt, wie Plattformen Risiken auf Einzelne verlagern, Wettbewerb verschärfen und Erfolg zur individuellen Verantwortung erklären. Algorithmen entscheiden über Sichtbarkeit, Take Rates steigen kontinuierlich, und während Millionen Menschen versuchen, nebenbei Geld zu verdienen, profitieren vor allem die Plattformen, die Infrastruktur, Reichweite und Marktplätze bereitstellen. Side Hustle Mythos analysiert eine Arbeitswelt, in der Freiheit und Selbstverwirklichung versprochen werden, während gleichzeitig neue Abhängigkeiten entstehen. Es verbindet persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlicher Analyse und ordnet Phänomene wie Plattformökonomie, Gig Economy, Creator Economy und Hustle Culture ein. Das Buch richtet sich an alle, die sich für die Veränderungen der modernen Arbeitswelt interessieren - und an alle, die selbst mit Side Hustles, passivem Einkommen oder digitalen Projekten Geld verdienen wollen oder bereits versucht haben. Es zeigt, warum der Traum vom digitalen Nebenverdienst für die meisten nicht aufgeht und welche strukturellen Gründe dahinterstehen.
Severin Wendt kennt die Welt der Side Hustles aus eigener, schmerzhafter Erfahrung: Spreadshirt-Shops, die nie liefen. Ein Online-Shop, bei dem Verpackung, Porto, Retouren und defekte Ware den schmalen Gewinn auffraßen. Die Stundensätze? Lieber nicht nachrechnen. Und ja, Dutzende selbstverlegte Bücher kommen dazu. Die wenigsten davon hat je einer gekauft, der nicht zu Friends & Family gehörte. Am Ende war die finanzielle Bilanz der allermeisten Projekte negativ. Hunderte Stunden unbezahlte Arbeit für weitere Leichen in Amazons Bücherkatalog. Zu Hause wächst bereits die nächste von der Plattformökonomie faszinierte Generation heran: ein Sohn, dessen Berufswunsch YouTuber lautet. Statt für die Schule zu lernen, bringt er sich lieber alle Tools zur Video- und Filmproduktion bei, den eigenen Lambo vor Augen. Immerhin kann man damit wirklich Geld verdienen. Nach Jahren im Hamsterrad der Nebenprojekte beschloss er, die Mechanismen offenzulegen, die er selbst lange Zeit nicht wahrhaben wollte. "Side Hustle Mythos" ist seine Abrechnung - und eine Warnung an alle, die glauben, bei ihnen würde es anders laufen. Für dieses Buch hat er bewusst einen echten Verlag gewählt.
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