Der Körper verändert sich sichtbar, während das Selbst in Wesen, Gewohnheiten, Erinnerungen und Sehnsüchten weiter gegenwärtig bleibt. Erinnerung erscheint dabei nicht als Vergangenes, sondern als eine fortlebende Schicht des Wesens. Christine Sollerer-Schnaiter unterscheidet die Kraft der Vorstellung vom bloßen Ersatz und lässt die alten Sehnsüchte mitleben, ohne sie zu erklären. Sehnsucht, du und die Winde, ihr habt kein zuhaus. Was wäre die Erde ohne Wind, was wäre der Mensch ohne Sehnsucht?
Mitte des vorigen Jahrhunderts in Oberau / Wildschönau geboren und aufgewachsen, schreibt Christine Sollerer-Schnaiter Geschichten, die sie rund um sich aufliest wie Muscheln im Sand. Aus ihrer beruflichen Erfahrung und ihrer persönlichen Reflexion über das Altwerden entstehen leise, ehrliche Erzählungen über Sehnsucht, Würde und das Fortleben des Wesens über alle Lebensalter hinweg. In mehr als 30 Büchern hat sie bereits von ihrer Herkunft, ihrer Kindheit und Jugend erzählt, aber auch über ihre Erlebnissse auf Reisen und Erfahrungen des Lebens. 'Die alte Frau und das Mädchen', 'Sehnsucht bleibt' und 'Selbstverständlich alt' fügen sich zu einer Trilogie über das Alt-sein.
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