Claudia Mörschel legt hier ein sehr persönliches Lesebuch vor. Sie beschreibt zum Teil in autobiographischen Szenen und Gedichten gelebtes Leben. So wird Schreiben gleichzeitig zur Therapie und Kunst und macht auf authentische Weise auf Wege und Bewältigungen aufmerksam.
Schreiben ist für mich ein Medium, Erlebtes zu verarbeiten, sich die Wirklichkeit durch Sprache anzueig-nen, zu transzendieren, Selbsttherapie, Zwiesprache, und eine Befreiung von inneren Zwängen. In Zeiten persönlicher Krisen, unglücklich verliebt oder vereinsamt, bin ich besonders kreativ (Not macht erfinderisch) habe ganz andere Impulse als ich im Normalzustand zur Verfügung habe. Ich wurde 1955 in Siegburg geboren. Schon in der Schulzeit schrieb ich gerne Aufsätze und Interpretationen. In den 70´ern begann ich, Gedichte zu schreiben. Von 1974 bis 1980 studierte ich Romanistik und Kunst. Ich versuchte die Struktur und das System, die Art zu denken und die Welt wahrzunehmen einer Fremdsprache, einer anderen Kultur zu erfassen.
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