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Übersetzt, bearbeitet und mit einer Einleitung versehen von Joseph Freundgen

Alkuin Alkuin (Albinus Flaccus)

Geistes-, Sozial- & Kulturwissenschaften

Hardcover

200 Seiten

ISBN-13: 9783966625340

Verlag: Boer

Erscheinungsdatum: 06.01.2026

Sprache: Deutsch

Schlagworte: Frühes Mittelalter, Karolingische Renaissance, Karl der Große, Geschichte der mittelalterlichen Bildung, Die Hofschule Karls des Großen

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Die Philosophie führt zur Erforschung der Natur, zur Erkenntnis der menschlichen und göttlichen Dinge, in dem Maße freilich, als der Mensch nach seiner Befähigung sich hierfür geeignet erweist. Sie lehrt den Menschen indes auch die Ehrbarkeit des Lebens schätzen und lieben; sie erweckt und nährt in ihm den Willen, sein Leben gut einzurichten; indem sie ihn anhält, stetig des Todes eingedenk zu sein, führt sie ihn zur Geringschätzung und Verachtung des Irdischen. Die Philosophie nun gliedert sich in die Physik, in die Ethik, in die Logik. Die Physik hat zum Gegenstände das Natürliche, die Ethik das Sittliche, die Logik das Vernünftige. Die Physik lehrt den Gegenstand der Untersuchung bezüglich der natürlichen Dinge kennen; die Ethik führt zur Herrschaft des Sittengesetzes im Leben; die Logik leitet an zum vernünftigen Denken, Reden und Handeln. Die Physik umfaßt Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie; die Ethik zerfällt in vier Abschnitte, welche die Lehre von den Haupttugenden: Klugheit, Gerechtigkeit, Stärke und Mäßigung zum Inhalt haben; die Logik scheidet sich in Dialektik und Rhetorik.
Alkuin Alkuin (Albinus Flaccus)

Alkuin Alkuin (Albinus Flaccus)

Alkuin (lat. Albinus Flaccus, 735-804) war ein frühmittelalterlicher Gelehrter und der wichtigste Berater Karls des Großen. Alkuin war der Sohn einer Adelsfamilie und wuchs in Yorkshire auf. Er war Schüler der Domschule in York und später deren Leiter. Im Jahre 781 traf er Karl den Großen in Parma und akzeptierte dessen Einladung, zu ihm an die Hofschule nach Aachen zu kommen, eine Einrichtung der sogenannten Hofkapelle. Ab 782 übernahm Alkuin deren Leitung, wodurch er großen Einfluß auf die Elite des Frankenreichs ausübte. In dieser Funktion avancierte Alkuin, der als größter Gelehrter seiner Zeit galt, zum einflussreichsten Ratgeber Karls des Großen in Staats- und Kirchenfragen. Zwischen 789 und 793 reiste er mehrmals nach England. Als Gegner des Adoptianismus trug er erheblich dazu bei, daß diese Lehre auf den Synoden von Frankfurt (794) und Aachen (799) als Irrlehre verurteilt wurde. Im Jahre 796 verließ er den Hof und wurde, obwohl er selbst kein Priester war, sondern lediglich Diakon, von Karl dem Großen zum Abt von Saint-Martin de Tours ernannt. Alkuin war ein bedeutender Vermittler der in England und Irland durch die Zeit der Völkerwanderung hindurch ins Frankenreich geretteten lateinischen Bildung, die er als Lehrer zahlreichen Schülern, darunter Hrabanus Maurus und Karl dem Großen selbst, vermittelte. Er gilt als einer der Begründer der Karolingischen Renaissance und ist mitverantwortlich für die Verbreitung der karolingischen Minuskel, einer aus Kleinbuchstaben bestehenden Schrift, die vom späten 8. bis in das 12. Jahrhundert im Gebrauch war und aufgrund ihrer Wiederbelebung durch die Humanisten als Vorbild für die heute verwendeten Kleinbuchstaben gilt. Sein Schaffen war von umfassender Leistung auf allen Gebieten der frühmittelalterlichen Wissenschaft geprägt. Neben theologischen Abhandlungen, unter denen er selbst die drei Bücher über die Trinität (De fide sanctae et individuae Trinitatis) als sein Hauptwerk betrachtete und die man nach Albert Hauck als den Anfang der mittelalterlichen Theologie ansehen darf, sind zahlreiche andere seiner Werke erhalten geblieben, darunter 311 Briefe, in denen sich das Spektrum seiner vielfältigen Beziehungen als Gelehrter und Berater zur königlichen Familie, Hofleuten, geistlichen Führern und Gemeinschaften widerspiegelt. Die größte zeitgenössische Breitenwirkung dürfte die von Alkuin begonnene Überarbeitung der Vulgata entfaltet haben.

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