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Schluss mit Schule
Kein Patch mehr
ePUB
361,6 KB
DRM: Wasserzeichen
ISBN-13: 9783696311612
Verlag: BoD - Books on Demand
Erscheinungsdatum: 10.08.2026
Sprache: Deutsch
Barrierefreiheit: Eingeschränkt zugänglich
erhältlich als:
9,99 €
inkl. MwSt.
sofort verfügbar als Download
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Mehr InfosDas deutsche Schulsystem ist nicht kaputt. Es funktioniert genau wie geplant. Der Plan ist das Problem.
Alle reden von Schulreform. Niemand fragt, ob Reform die richtige Frage ist.
Jürgen Reitböck ist kein Pädagoge. Er ist IT-Architekt - und Vater von zwei hochbegabten Zwillingen. Er hat sich das Schulsystem angesehen wie eine alte, schlecht dokumentierte Software: Wo sitzen die technischen Schulden? Warum helfen Patches nicht?
Das System wurde nicht für Bildung gebaut, sondern für Verwaltung, Militär und Gehorsam. Die Jahrgangsklasse ist eine preußische Erfindung von 1820 - eingeführt zeitgleich mit der Wehrpflicht. Das Buch rechnet nach. Es zeigt die siebenundzwanzig Prozent aller Kinder, für die das System nicht einmal ein Wort hat. Und es nennt die Zahl, an der niemand vorbeikommt: Ein Arbeiterkind muss einundneunzig Punkte besser lesen als ein Akademikerkind. Für dieselbe Gymnasialempfehlung. Bei gleicher Begabung.
Die Schule ohne Noten und ohne Jahrgänge ist hundert Jahre alt. Sie scheitert immer am selben Punkt: Kein Mensch kann achtundzwanzig Lernstände gleichzeitig nachhalten. Also prüft man. Prüfungen brauchen Termine, Termine brauchen Jahrgänge. Das Hindernis war nie die Pädagogik. Es war die Buchhaltung.
Seit zwei Jahren ist die Buchhaltung gelöst.
Das Buch entwirft eine Schule ohne Altersklassen. Mit fachlichen Modulen statt Jahrgängen, in denen jedes Kind sein eigenes Tempo geht. Ohne Prüfungen - weil eine Software mitmisst, während das Kind arbeitet. Nicht die KI, in die Kinder ihre Hausaufgaben tippen und davon messbar dümmer werden. Das Gegenteil: eine Software ohne Eingabefeld, die nichts erzeugt und nichts erklärt. Sie stellt fest, wo ein Kind steht. Sonst nichts.
Damit fällt zum Nulltarif an, was bisher das teuerste Gut im Bildungswesen war: dass jemand hinschaut. Aufmerksamkeit war ein Luxusgut.
Ein Bauplan ist das nicht. Es ist ein Vorschlag, und er hat Löcher. Das Buch zeigt sie her, lässt seine schärfsten Kritiker selbst zu Wort kommen - und hat trotzdem eine klare Meinung.
Kein Wohlfühlbuch. Kein Trost. Eine Diagnose mit Uhrzeit.
Alle reden von Schulreform. Niemand fragt, ob Reform die richtige Frage ist.
Jürgen Reitböck ist kein Pädagoge. Er ist IT-Architekt - und Vater von zwei hochbegabten Zwillingen. Er hat sich das Schulsystem angesehen wie eine alte, schlecht dokumentierte Software: Wo sitzen die technischen Schulden? Warum helfen Patches nicht?
Das System wurde nicht für Bildung gebaut, sondern für Verwaltung, Militär und Gehorsam. Die Jahrgangsklasse ist eine preußische Erfindung von 1820 - eingeführt zeitgleich mit der Wehrpflicht. Das Buch rechnet nach. Es zeigt die siebenundzwanzig Prozent aller Kinder, für die das System nicht einmal ein Wort hat. Und es nennt die Zahl, an der niemand vorbeikommt: Ein Arbeiterkind muss einundneunzig Punkte besser lesen als ein Akademikerkind. Für dieselbe Gymnasialempfehlung. Bei gleicher Begabung.
Die Schule ohne Noten und ohne Jahrgänge ist hundert Jahre alt. Sie scheitert immer am selben Punkt: Kein Mensch kann achtundzwanzig Lernstände gleichzeitig nachhalten. Also prüft man. Prüfungen brauchen Termine, Termine brauchen Jahrgänge. Das Hindernis war nie die Pädagogik. Es war die Buchhaltung.
Seit zwei Jahren ist die Buchhaltung gelöst.
Das Buch entwirft eine Schule ohne Altersklassen. Mit fachlichen Modulen statt Jahrgängen, in denen jedes Kind sein eigenes Tempo geht. Ohne Prüfungen - weil eine Software mitmisst, während das Kind arbeitet. Nicht die KI, in die Kinder ihre Hausaufgaben tippen und davon messbar dümmer werden. Das Gegenteil: eine Software ohne Eingabefeld, die nichts erzeugt und nichts erklärt. Sie stellt fest, wo ein Kind steht. Sonst nichts.
Damit fällt zum Nulltarif an, was bisher das teuerste Gut im Bildungswesen war: dass jemand hinschaut. Aufmerksamkeit war ein Luxusgut.
Ein Bauplan ist das nicht. Es ist ein Vorschlag, und er hat Löcher. Das Buch zeigt sie her, lässt seine schärfsten Kritiker selbst zu Wort kommen - und hat trotzdem eine klare Meinung.
Kein Wohlfühlbuch. Kein Trost. Eine Diagnose mit Uhrzeit.
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