Zoltán Kertész, blauäugiger Sohn eines »Halbzigeuners« und einer Tagelöhnerin, ist der Außenseiter in einem kleinen Ort in Serbien. Als Kind ist er dem Vater vom Motorrad gefallen, und der Bäcker, dem er die Mehlsäcke nicht schnell genug schleppte, hat ihm den Kopf blutig geschlagen. Seither hat er das »Schläfenflattern«, sitzt am liebsten in seiner Scheune und löst Kreuzworträtsel. Als 1991 der jugoslawische Bürgerkrieg ausbricht, soll der »Taugenichts« in der Volksarmee zuerst zum Mann und dann zum Helden werden. Aber Zoltán passt auch dort nicht ins System. Als sein einziger Freund bei einem Trainingsmarsch in der Folge sinnloser Schleiferei tot zusammenbricht, verweigert sich Zoltán endgültig einer Ordnung, die alle Macht dem Stärkeren zugesteht.
Vom sanften Widerstand der Phantasie erzählt Melinda Nadj Abonji in einer schwingenden, musikalischen Sprache und in eindringlichen, die Kraft des vogelwilden Denkens beschwörenden Bildern.
Melinda Nadj Abonji wurde 1968 in Becsej, Serbien, geboren. Anfang der siebziger Jahre übersiedelte sie mit ihrer Familie in die Schweiz. Sie lebt als Schriftstellerin und Musikerin in Zürich. Für ihren Roman Tauben fliegen auf erhielt sie 2010 sowohl den Deutschen als auch den Schweizer Buchpreis.
»Ihr jüngstes Buch, ein bitterer und ergreifender Aufschrei gegen Krieg und Gewalt, erzählt die Geschichte eines für alles Militärische vollkommen ungeeigenten, Pflanzen, Tiere und Kreuzworträtsel liebenden sanftmütigen Tagträumers: ›Wem gehören wir? Dem Staat? Gott? Den Eltern? Der Luft? Uns selbst? Dem Tod?‹ Das ist die zentrale Frage, die dieser hochpoetische und hochreflektierte Roman aufwirft.«
Süddeutsche Zeitung
Dezember 2017
»... Melinda Nadj Abondj ist mit Schildkrötensoldat das Schwierige gelungen: auf einen von der Kritik hochgelobten Erstling und internationalen Bestseller einen zweiten, zu Herzen gehenden Roman folgen zu lassen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Dezember 2017
»Nicht nur seine schöne Sprache zeichnet das Buch aus, auch die humorvolle Leichtigkeit, mit der es Schicksalhaftes, Zufälliges und Alltägliches miteinander verbindet: ein Requiem für ein verschwundenes Land, für seine Gerüche, sein Licht, seine Menschen.«
Neue Zürcher Zeitung
Oktober 2017
»Im Gestus der radikalen Selbstauslöschung erweist sich Nadj Abonjis Schildkrötensoldat als eine fulminante Verteidigung der Literatur.«
Der Tagesspiegel
Dezember 0002
»Das ist nicht die Sprache von jemandem, der eine Anpassungsleistung vollbringt. Das ist die Wortgewalt von jemandem, der sich Sprache bemächtigt.«
stern
Januar 2018
»In Schildkrötensoldat erzählt ... Melinda Nadj Abonji poetisch und fantasievoll von einem jungen Leben, das viel zu früh unter einem billigen Holzkreuz begraben wird.«
Hamburger Abendblatt
November 2017
»Ein schmales Buch, aber eines, das bleibt, weil es die wuchernden Luftschlösser, die aus dem Kopf des gutherzigen Zoltán Kertész aufsteigen, mit Sprache auflädt.«
neues deutschland
November 2017
»Ein Buch zum Verschenken, wenn sich einem beim Lesen das Herz zusammenkrampft vor Mitgefühl? Doch wird einem das Herz sogar weit, weil im Text so viel Liebe ist.«
Hessischer Rundfunk
November 2017
»Ein wortgewaltiger Roman, der mit eindringlicher Sprache und ungewöhnlichen poetischen Bildern Kriegslogik hinterfragt und Kriegswunden offen legt.«
Deutschlandfunk
Oktober 2017
» ... die heimliche Hauptrolle in Schildkrötensoldat spielt die poetische fantasiereiche Sprache.«
Buchkultur
Dezember 0002
»Ein wunderschönes Buch von kleinen stillen Freuden und großem, leisem und lautem Leid.«
April 2018
»Ihr jüngstes Buch, ein bitterer und ergreifender Aufschrei gegen Krieg und Gewalt, erzählt die Geschichte eines für alles Militärische vollkommen ungeeigenten, Pflanzen, Tiere und Kreuzworträtsel liebenden sanftmütigen Tagträumers: ›Wem gehören wir? Dem Staat? Gott? Den Eltern? Der Luft? Uns selbst? Dem Tod?‹ Das ist die zentrale Frage, die dieser hochpoetische und hochreflektierte Roman aufwirft.«
Dezember 2017
»... Melinda Nadj Abondj ist mit Schildkrötensoldat das Schwierige gelungen: auf einen von der Kritik hochgelobten Erstling und internationalen Bestseller einen zweiten, zu Herzen gehenden Roman folgen zu lassen.«
Dezember 2017
»Nicht nur seine schöne Sprache zeichnet das Buch aus, auch die humorvolle Leichtigkeit, mit der es Schicksalhaftes, Zufälliges und Alltägliches miteinander verbindet: ein Requiem für ein verschwundenes Land, für seine Gerüche, sein Licht, seine Menschen.«
Oktober 2017
»Im Gestus der radikalen Selbstauslöschung erweist sich Nadj Abonjis Schildkrötensoldat als eine fulminante Verteidigung der Literatur.«
Dezember 0002
»Das ist nicht die Sprache von jemandem, der eine Anpassungsleistung vollbringt. Das ist die Wortgewalt von jemandem, der sich Sprache bemächtigt.«
Januar 2018
»In Schildkrötensoldat erzählt ... Melinda Nadj Abonji poetisch und fantasievoll von einem jungen Leben, das viel zu früh unter einem billigen Holzkreuz begraben wird.«
November 2017
»Ein schmales Buch, aber eines, das bleibt, weil es die wuchernden Luftschlösser, die aus dem Kopf des gutherzigen Zoltán Kertész aufsteigen, mit Sprache auflädt.«
November 2017
»Ein Buch zum Verschenken, wenn sich einem beim Lesen das Herz zusammenkrampft vor Mitgefühl? Doch wird einem das Herz sogar weit, weil im Text so viel Liebe ist.«
November 2017
»Ein wortgewaltiger Roman, der mit eindringlicher Sprache und ungewöhnlichen poetischen Bildern Kriegslogik hinterfragt und Kriegswunden offen legt.«
Oktober 2017
» ... die heimliche Hauptrolle in Schildkrötensoldat spielt die poetische fantasiereiche Sprache.«
Dezember 0002
»Ein wunderschönes Buch von kleinen stillen Freuden und großem, leisem und lautem Leid.«