Manchmal beginnt das Leben noch einmal von vorn. Meistens um drei Uhr sieben. Anna Rosenberg, zweiundfünfzig, führt seit fünfzehn Jahren eine kleine Buchhandlung im Kölner Agnesviertel und hat sich in ihrem Veedel gemütlich eingerichtet: allein, unabhängig und, wie sie findet, fertig mit den großen Geschichten. Bis um drei Uhr sieben in einer schlaflosen Nacht alles ins Rutschen gerät. Die Wechseljahre nehmen ihr den Schlaf, die Wörter und die Verlässlichkeit ihres eigenen Körpers, und ausgerechnet jetzt zieht David über der Buchhandlung ein, ein frisch geschiedener Deutschlehrer, ein Imi aus der Fremde, mit hochgekrempelten Ärmeln und einem Umzugskarton, den er nie auspackt. Zwischen Hitzewallungen, Jupps allwissendem Kramladen, einer beinahe unsichtbaren Helga und fünf Freundinnen, die sich in nichts einmischen wollen und sich in alles einmischen, entdeckt Anna, dass das Beste vielleicht noch vor ihr liegt. Sie muss nur den Mut finden, einen Hinterhof zu überqueren, der schmaler ist, als er aussieht. Ein warmherziger, kluger und sehr komischer Roman über die Liebe mit fünfzig, über den Mut, sich zeigen zu dürfen, und über ein Kölner Veedel, das zusammenhält, vom Wochenmarkt über das Brauhaus bis zum elften Elften. Denn wie man am Rhein weiß: Et hätt noch immer jot jejange. Für alle, die wissen, dass man dem Glück manchmal nur die Tür ein Stück weit aufhalten muss.
Sandra K. Winter schreibt Wohlfühlromane mit Herz, Humor und Tiefgang. Ob in den Gassen von Soest, an der dänischen Küste oder in einem verschneiten Dorf voller Magie, ihre Geschichten erzählen von Liebe, Freundschaft, Mut und zweiten Chancen. Sie lebt in Köln und arbeitet bereits an ihrem nächsten Roman.
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