"Mein Vater legte viel Wert darauf, dass wir uns alle mit dem Vornamen ansprachen, also nannten wir uns Jacques und Elena, Jean und Louis, statt Vater und Mutter, Sohn oder Bruder."
In "Schattenfluss" erzählt die Ich-Figur Jean von seinem schwierigen Verhältnis zum verschwiegenen Vater Jacques.
Auf rousseauistisch anmutenden Wanderungen skizziert er elegant und humorvoll, aber auch verstörend das romanhafte Porträt einer Akademiker-Familie aus den 1960er Jahren.
"Ein Familienroman ist nie ganz einfach zu verstehen. Denn ein solcher besteht ja zutiefst aus Dutzenden und Aberdutzenden von kleineren Romanen."
Severin Perrig, geboren 1961 in Hamburg, studierte Germanistik, Geschichte und Ethnologie in Marburg a.d.L. und Zürich, wo er 1992 promovierte. Er arbeitete als Dozent, Kulturjournalist, Theaterschaffender, Moderator, Lektor und Publizist. Er übersetzte Familienbriefe der österreichischen Kaiserin Maria Theresia aus dem Französischen und "The Anatomy of Bibliomania" (1932) des englischen Kulturjournalisten Holbrook Jackson in vier Teilen ins Deutsche. Längere Arbeitsaufenthalte führten ihn nach Frankfurt a.M., Wien, Ostrava, Leipzig und New York. Er war Stipendiat in Berlin, Elba, London, Chicago und Aarau. Er lebt und arbeitet als Autor in Luzern.
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