Manche Wahrheit zeigt sich nur als Schatten an der Wand. Man hält ihn für die ganze Geschichte - bis sich jemand umdreht.
Saisonende in Binz, der letzte warme Oktober. Als Ursulas Dackel die drei Freundinnen im Morgengrauen an den Strand zieht, liegt dort der berühmte Maler Mehlhorn tot im flachen Wasser. Die Polizei sieht einen klaren Fall: Suizid, ein Brief in der Manteltasche. Nur die drei Frauen jenseits der siebzig finden ihn zu glatt und kommen einer Wahrheit näher, die ihrer eigenen auf erschreckende Weise gleicht.
Marcel Richtsteiger, 1980 in Freiberg geboren, schrieb schon in seiner Jugend Kurzgeschichten und Gedichte. Nach vielen Jahren literarischer Entwicklung veröffentlichte er 2025 seinen ersten Roman.
Seine Texte sind stark charaktergetrieben und geprägt von Empathie: Für ihn gibt es keine eindimensionalen »bösen« Figuren, sondern nur Entscheidungen aus Schmerz, Angst oder Sehnsucht. Gefühle und Emotionen bilden den Kern seines Erzählens, jede Szene soll lebendig und spürbar wirken.
Neben dem Schreiben führt er als geschäftsführender Gesellschafter seine eigene IT-Firma und lebt mit seinem Mann in der Nähe von Leipzig.
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