Helmut Zöpfl meldet sich wieder zu Wort. Nicht altersmilde, sondern hellwach, streitbar und mit dem unbequemen Mut des gesunden Menschenverstands. In diesem zweiten Band der Streitschriften legt er den Finger nicht nur in die Wunde des deutschen Bildungssystems, sondern öffnet sie weit. Denn wo Bildung zur bloßen Verwaltung von Wissen verkommt, wo Orientierung, Sinn und Verantwortung fehlen, verliert eine Gesellschaft ihren Halt. "Sag Ja zum Leben" ist eine leidenschaftliche Gegenrede zur Angstpädagogik, zur technokratischen Fortschrittsgläubigkeit und zur geistigen Bequemlichkeit unserer Zeit. Zöpfl verbindet kulturkritische Analyse, pädagogische Erfahrung und philosophisch-theologische Tiefenschärfe zu einer positiven Offensive: für Denken statt Nachbeten, für Haltung statt Anpassung, für Hoffnung statt Resignation. Dieses Buch fragt unbeirrbar nach dem Menschen hinter Lehrplänen, nach Sinn hinter Leistung und nach Bildung als Lebenshilfe; nicht als ideologisches Projekt. Es ist ein Plädoyer für Verantwortung, Maß, Fantasie und Mut zur eigenen Weltanschauung. Kritisch, zugespitzt und zugleich lebensbejahend richtet sich diese Streitschrift an alle, die Bildung nicht nur reparieren, sondern neu denken wollen. Ein unbequemes Buch. Ein notwendiges Buch. Für alle, die sich weigern, das Bildungsproblem als Normalzustand zu akzeptieren.
Eigentlich sollte er längst dem Müßiggang frönen, den Herrgott einen guten Mann sein lassen, den Herbst seines Lebens mit einem breiten Dauerlächeln genießen: Helmut Zöpfl, Jahrgang 1937. Er kann auf eine vielbeachtete Karriere als Wissenschaftler zurückblicken. Er hat Dutzende Bücher geschrieben, deren Gesamtauflange die Millionengrenze schon vor Jahren überschritten hat. Er war Politikberater, Songwriter, Ratgeber, Kolumnist und so viel mehr. Aber Ausruhen? Die Füße hochlegen? Unmöglich füt einen engagierten, mündigen Bürger, der es sein Leben lang gewohnt ist, den Mund aufzumachen und bisweilen auch mal auf den Tisch zu hauen, wenn Dinge nicht rund laufen. Und in Deutschland läuft seit vielen Jahren manches nicht mehr rund. Ein Kernproblem macht er hier fest: bei der Bildung. Das System hakt, es knarzt an allen Ecken und Enden. Und alle Bemühungen der vergangenen Jahre, besser zu werden, die Kurve zu kriegen, sind ins Leere gelaufen. Also hat Helmut Zöpfl beschlossen, jetzt wieder laut zu werden. Aufzustehen, und nicht nur den Finger in die Wunde zu legen, sondern, gleich die ganze Hand. Er sagt: »Deutschland, Du hast ein Bildungsproblem«. Zusammen mit zwei langjährigen Weggefährten (mit dem Pädagogen Alexander Müller und dem Journalisten Mathias Petry) legt er nun eine ganze Reihe von Streitschriften zum Thema Bildung auf.
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