"Runen Wissen 6" ist ein umfassender Lehr- und Grundlagenband zur Trägerkunde und Materiallehre innerhalb der runischen Künste. Der gesamte Band verfolgt die zentrale Grundannahme, dass kein Werk unabhängig von seinem Träger verstanden werden kann und dass jede Setzung nur so tragfähig ist wie der Stoff, die Lage und die Ordnung, in der sie geführt wird. Während frühere Bände stärker auf Runen, Setzungen, Wirkprinzipien und Werkordnungen ausgerichtet sind, verschiebt dieser Band den Blick auf die stoffliche Grundlage aller Werke. Er behandelt Materialien nicht als passive Werkzeuge, sondern als eigenständige Mitträger der Ordnung mit eigener Natur, eigenem Gedächtnis, eigener Grenze und eigener Art der Reaktion auf Kraft, Zeit, Umgebung und Gebrauch. Ein großer Themenbereich des Bandes ist die Materialwahl nach Wirkziel. Der Band zeigt ausführlich, dass unterschiedliche Arten von Werken unterschiedliche stoffliche Grundlagen verlangen. Werke der Sammlung, Führung, Grenze, Ruhe, Dauer, Spiegelung oder Durchleitung benötigen jeweils andere Materialeigenschaften. Nicht das seltene oder kostbare Material gilt als überlegen, sondern das passende. Die Lehrschriften wenden sich ausdrücklich gegen die Vorstellung, dass starke oder wertvolle Stoffe automatisch bessere Träger seien. Oft werden gerade ruhige, schlichte und unscheinbare Materialien als tragfähiger beschrieben als harte, glänzende oder prestigeträchtige Stoffe. Insgesamt erscheint "Runen Wissen 6" als vollständiger Kodex der runischen Trägerkunde und Materiallehre. Der Band erweitert die runischen Künste um eine tiefgehende stoffliche und werkstattbezogene Dimension. Seine zentrale Aussage lautet, dass Ordnung niemals allein im Zeichen liegt, sondern ebenso im Stoff, der es trägt, in der Frist, die es hält, und in der Weise, wie der Werkende mit Material, Ort, Geschichte und Wandel umgeht.
Geboren wurde Rewa Kasor im Jahre 1958 in einem kleinen vorpommerschen Fischerdorf. Als echtes Nordlicht wollte er nie weiter als auf Sichtweite vom Meer entfernt leben. Doch wie das Leben so spielt, lebt er heute mit der runischen Heilerin Litha Menan zusammen in Oberbayern. Von seinem Lehrer Higuran Warja wurde er in die Welt der Runen eingeführt. Gebannt folgte er seinen Erzählungen und lernte das Wesen und die Wirkung der Runen kennen. Higuran Warja lehrte ihn uralte Rituale und Zauber und zeigte ihm die Herstellung von Amuletten und Talismanen. Die praktische Arbeit gefiel ihm ebenso wie die Meditationen und vor allem die schamanischen Reisen mit Fylgien, Walküren und anderen Wesen in ganz unterschiedlichen Welten. Seit einigen Jahren schreibt er Sachbücher über die Arbeit mit Runen und Fantasy-Geschichten, von denen viele durch seine schamanischen Reisen inspiriert wurden. Ab und an macht er auch einen Ausflug in den Bereich der Poesie.
Als Ergotherapeutin arbeitete Litha Menan viele Jahre mit Menschen in sensiblen Lebensphasen. Dabei zeigte sich früh ihre Empathie, ihr feines Gespür für natürliche Rhythmen und ihr Bedürfnis, Menschen ganzheitlich zu begleiten. In den vergangenen zehn Jahren an der Seite des runischen Schamanen Rewa Kasor öffnete sich ihr Zugang zu den Runen und dem energetischen Wirken mit den Händen. Was lange intuitiv verborgen lag, konnte sich hier klären, vertiefen und in eine alte, zugleich lebendige Heilkunde eingebettet werden. Heute hilft sie Menschen, sich wieder mit der Natur zu verbinden, ihre eigene Magie zu entdecken und ihre persönliche Wirkkraft zu entfalten. Durch die tiefe Verbundenheit mit ihrem Mann schöpft sie aus einem gemeinsamen Feld, in dem seine verwurzelte, ordnende Kraft trägt und schützt und ihr ganzes Einlassen ermöglicht. In ihrer Arbeit vereinen sich therapeutische Erfahrung, gelebte Mutterschaft und die Liebe zu den alten Weisen. Schulmedizin und überliefertes Heilwissen begegnen sich hier als zwei Seiten eines lebendigen Ganzen.
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.