Das vorliegende Studienbuch zur römischen Prosodie und Metrik beschreitet neue Wege. Antike Gedichte waren vielfach keine Gedichte, sondern Gesänge. Audiodateien vermitteln deshalb eine Ahnung von der musikalischen Seite antiker Dichtung. Neben der Darstellung des aktuellen Forschungsstands in kompakter Form wird auf die Verknüpfung zwischen metrischen Fakten und ihrer jeweiligen Funktion besonderer Wert gelegt; zu diesem Zweck werden Gedichte zur Gänze metrisch analysiert und kommentiert. Durch die optisch abgesetzten Analysen steht Lernenden umfangreiches Übungsmaterial zur Verfügung. Die Darstellung ausgewählter Verse in einer poetischen Transkription soll ermöglichen, antike Dichtung ohne Spezialkenntnisse vom Blatt zu lesen. Mithilfe dieser Transkriptionen und der Audiodateien wird das Erlernen einer an der Originalsprache orientierten Vortragspraxis erleichtert.
Für die 3. Auflage wurden kleine Versehen berichtigt, die bibliographischen Angaben aktualisiert und neuere Forschungsbeiträge eingearbeitet.
Christian Zgoll, Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München (2002), wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leipzig (2003-2008), Koordinator an der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (2009-2011), Initiator verschiedener Verbünde zur Erforschung antiker Mythen und zur Erzählstoff-Forschung (Hylistik) allgemein, lehrt und forscht seit 2008 am Seminar für Klassische Philologie und am Seminar für Altorientalistik der Georg-August-Universität Göttingen, wo er 2022 zum außerplanmäßigen Professor ernannt wurde.
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