Rebellen und Die Bauernfrage
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Rebellen und Die Bauernfrage

Eine Erzählung und ein Essay aus der Zarenzeit

Jewgenij Tschirikow, Alexander Kornilow , Harald Pinl (Hrsg.)

Klassiker & Lyrik

Paperback

194 Seiten

ISBN-13: 9783696364052

Verlag: BoD - Books on Demand

Erscheinungsdatum: 15.07.2026

Sprache: Deutsch

Schlagworte: Russisches Kaiserreich, Russische Revolution 1905, bauernfrage, Bauern-Unruhen, Politische Reaktionen

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Im russischen Revolutionsjahr 1905 nimmt Jewgenij Tschirikow als Journalist an einem Prozess gegen Bauern teil. Seine Beobachtungen schlagen sich in der Erzählung "Rebellen" nieder.
Zur gleichen Zeit schreibt der Petersburger Historiker und Politiker Alexander Kornilow ein Essay über die "Bauernfrage".
Jewgenij Tschirikow

Jewgenij Tschirikow

Jewgenij Tschirikow wurde 1864 in Russland auf einem Landgut im Bezirk Samara an der Wolga geboren. Er studiert an der Universität Kasan Jura und Mathematik. Mit den Narodniki (Volkstümlern) bzw. den Sozialdemokraten sympathisierend, wird er 1887 zusammen mit Wladimir Uljanow (Lenin) der Universität verwiesen. Bereits als Student veröffentlichte er kleinere Schriften. Nach Aufenthalten (teils unter Polizeiaufsicht) in Nischnij Nowgorod, Zarizyn, Astrachan, Minsk und Moskau lebt er ab 1907 in St. Petersburg. Während des Bürgerkrieges schließt er sich den "Weißen" an und emigriert 1920 über Konstantinopel nach Sofia. Ab 1922 lebt er mit Frau und fünf Kindern in Prag. Er stirbt dort 1932.
Tschirikow hat in zahlreichen russischen und tschechischen Periodika publiziert. Ein Teil seiner in Russland verbotenen Schriften wurden in Deutschland veröffentlicht. Auch Theater-stücke, wie z.B. "Die Juden", wurden in Berlin aufgeführt. 
In der Sowjetunion wurden von Tschirikow nur wenige, ideologisch unverfängliche Werke wie Märchen, veröffentlicht. Nach seinem Tod schwand auch in Deutschland das Interesse an seinen Schriften, bis 2023 sein Bürgerkriegsroman "Das Tier aus dem Abgrund"im Buchhandel erschien. Inzwischen sind auf Deutsch weitere seiner Werke erschienen, wie: Der Löwenzahn, Die Wölfe, Koljas Heimkehr, Kolja und Kolka, Die Juden, Die Bauern, und Rebellen.

Alexander Kornilow

Alexander Kornilow

Alexander Alexandrowitsch Kornilow (1862-1925) war als Kommissar für bäuerliche Angelegenheiten im Königreich Polen tätig, anschließend (bis 1900) beim Generalgouverneur von Irkutsk. Wegen seiner Beteiligung an einer Protestaktion von 42 Literaten gegen die Prügelattacke auf Jugendliche auf dem Platz vor der Kasaner Kathedrale in St. Petersburg wurde er im April 1901 nach Saratow verbannt. Im Jahr 1904 lebte er in Paris und arbeitete in der Redaktion der Zeitschrift "Oswoboschdenije" (Befreiung) des Vertreters des "legalen Marxismus" Peter W. Struwe, mit.
Nachdem 1905 in Russland das allgemeine Verbot für Parteien aufgehoben war, wurde Alexander Kornilow Mitbegründer der Konstitutionell-Demokratischen Partei, kurz KaDetten genannt. Er bekleidete jahrelang den Posten als Sekretär des Parteikomitees von St. Petersburg / Petrograd bis 1917.
Von Haus aus Historiker, lehrte er am Staatlichen Poly-technischen Institut in Sankt Petersburg. Insbesondere beschäftigte er sich mit der Zeit Zar Alexanders II. (1818-1881) und schrieb eine Biographie über den Revolutionär Michail Bakunin (1814-1876), den "Begründer" des Anarchismus. Sein auf Englisch heraus-gegebenes Werk: Modern Russian History. New York : Knopf, 1917, das die Zeitspanne von Zarin Katharina bis zum Ende des 19. Jahrhunderts beschreibt, machte ihn auch international bekannt.

Alexander Kornilow ist nicht mit dem General Lawor Georgijewitsch Kornilow (1870-1918) zu verwechseln, der 1917 während der Provisorischen Regierung Kerenskis als Oberster Befehlshaber der russischen Truppen einen Militärputsch versuchte - aber ohne Erfolg blieb.

Harald Pinl

Harald Pinl (Hrsg.)

Harald Pinl, Jahrgang 1942, verbrachte sein berufliches Leben in der Bundesmarine. Während seiner Dienstzeit studierte er als Studienoffizier der Marine an der TH/TU Hannover Physik mit Abschluss Dipl.-Phys. Vier Jahre diente er an der Deutschen Botschaft in Moskau, war aber überwiegend im Bereich der Marinerüstung tätig. Nach seiner Laufbahn in der Marine studierte er an der Universität Hannover Geschichte und Politik und promovierte in Russischer Geschichte. Neben Schriften zu deutscher und russischer Technikgeschichte als Autor gab er Sammelwerke zur deutschen Marinegeschichte (z.B. zur Marineoffiziercrew X/61 und zum Thema Marineoffiziere als Kriegskinder) heraus. Daneben wurden von ihm Romane des Celler Schriftstellers Carl Crome-Schwiening (Nachfolger von Hermann Löns als Redakteur des Hannoverschen Anzeigers) und Werke des russischen Schriftstellers Jewgenij Tschirikow neu herausgegeben.

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