Romy Ziegler beginnt bei der Vibrolution AG. Doch der erhoffte ruhige Einstieg bleibt aus. Statt einer strukturierten Einarbeitung wird sie mit Aufgaben überschüttet, kämpft sich durch einen von Marketing-Englisch geprägten Büroalltag und muss einer esoterischen, ungeduldigen Chefin Rede und Antwort stehen, deren Impulse mehr Verwirrung stiften als Orientierung geben. Romy spürt schnell, dass sie in ein Umfeld geraten ist, das sie überfordert und emotional auslaugt. Zudem erkennt sie, dass im Team nicht Kompetenz zählt, sondern Sichtbarkeit und Selbstdarstellung. Kollegen, die mehr Schein als Sein bieten, werden bevorzugt. Allen voran Trixi, die sich geschickt in Cordulas Nähe positioniert und dadurch Vorteile erhält, während Romys Einsatz kaum wahrgenommen wird. Um sich abzulenken, reist Romy spontan mit ihrer Freundin Caro für einen Kurztrip nach Ibiza. Die gemeinsame Auszeit beginnt unbeschwert. Zwischen Strand und Clubs entdecken die beiden zufällig in einer alten Höhle ein Tagebuch, das Hinweise auf einen Jungen enthält, der in den Neunzigerjahren spurlos verschwand. Fasziniert und zunehmend emotional involviert beginnt Romy, den Einträgen nachzugehen. Gleichzeitig verschärfen sich Spannungen zwischen ihr und Caro, deren Verhalten zunehmend distanziert und widersprüchlich wirkt. Während die alte Freundschaft ins Wanken gerät, begegnet Romy dem feinfühligen und aufmerksamen Emil, der ihr in einer Phase innerer Unsicherheit Halt gibt. Zwischen beiden entwickelt sich eine vertrauensvolle, innige Bindung. Romy bemerkt, dass sich das Klima bei der Vibrolution AG weiter gegen sie wendet. Der Druck wird so groß, dass sie beginnt, sich nach einer neuen beruflichen Perspektive umzusehen. Die neue Bekanntschaft Dr. Halm, der Geschäftsführer eines großen Veranstaltungsunternehmens, kommt ihr daher gerade recht. Sein Interesse an ihr wirkt wie ein Hoffnungsschimmer, eine mögliche Chance, der toxischen Atmosphäre bei Vibrolution zu entkommen. In ihrer Verzweiflung klammert Romy sich an die Aussicht auf eine Anstellung und lässt sich auf mehrere Treffen ein. Doch schnell zeigt sich, dass Dr. Halm ein ganz anderes Interesse verfolgt. Romy gerät in eine unangenehme Situation, aus der Emil sie befreit.
Franziska Schmidt ist gebürtige Berlinerin und lebt seit vielen Jahren in Bayern. Eine Kombination, die ihr eine gesunde Mischung aus Großstadtblick und Alpenruhe verleiht. Schon als Jugendliche schrieb sie mittelalterliche Fantasygeschichten, die sie allerdings nie veröffentlichte. Heute fasziniert sie weniger das Magische als das, was im echten Leben oft viel unheimlicher ist. Alltagskonflikte ohne klare Regeln, Menschen ohne Gewissen und Situationen, in denen Logik Urlaub macht. Mit scharfem Blick für Zwischentöne und einer Vorliebe für humorvolle Ehrlichkeit widmet sie sich in ihrer Romy Ziegler Reihe jenen Persönlichkeiten, die die Kunst des Lügens und Verstrickens zur Perfektion beherrschen, aber auch den Spuren, die sie bei ihren Mitmenschen hinterlassen. Ihre Geschichten wollen aufmerksam machen, ohne zu belehren, und zum Lachen bringen, ohne den Schmerz dahinter zu verschweigen.
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