In diesem Büchlein sind alle erhaltenen Postkarten meines Großvaters Otto Köstlin aus der Gefangenschaft im Arbeitslager Workuta/ Russland von 1951 bis 1953 an seine Frau Gertrud, meine Großmutter, zusammengetragen, die eindrückliche Gedankenschätze enthalten und anlässlich des 92. Geburtstages meiner Mutter, des ersten und letzten heute noch lebenden Kindes der beiden, von mir abgeschrieben wurden, da die Postkarten aufgrund ihres Alters zunehmend unlesbar geworden sind und dadurch der Nachwelt als Erinnerung und Mahnung an sehr herausfordernde Jahre auch in der Nachkriegszeit erhalten bleiben mögen. Zudem sind in diesem Büchlein im Anschluss einzigartige selbstgeschriebene Natur-Gedichte meines Großvaters enthalten, die er in der Gefangenschaft schrieb und die ihm in dieser Zeit, wie er selbst schreibt, das Leben retteten und seine Liebe zur Natur zeigen und was er von ihr lernte. Am Neujahrstag, den 01.01.1954 kam mein Großvater nach fast 10 Jahren aus der Gefangenschaft zurück. Ein unvorstellbares Fest und Wunder, das dennoch großen Kummer bereithielt, da das zweite von vier Kindern während seiner Zeit in der Gefangenschaft nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 15 Jahren verstorben war.
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