Das Stück spielt auf einer Insel im Sommer 1990 - wenige Wochen vor dem legendären "Tag der Deutschen Einheit". Noch ist es nicht völlig ausgemacht, wohin die Reise gehen soll, obgleich die erste und letzte freie Volkskammerwahl der DDR erst im März d. J. stattfand und das erste und letzte freigewählte DDR-Parlament in einer nächtlichen Sitzung am 23. August den "Beitritt zur BRD" gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes (der BRD) beschloss und der Einigungsvertrag nur dreizehn Tage später im Ostberliner Kronprinzenpalais unterzeichnet wurde. Das gefiel/ gefällt nicht allen, auch nicht den drei Stückfiguren Dogge, Teckel und 7 40 11 (alles Stasi-Tarnnamen, versteht sich). Warum haben sie sich also auf die Insel verschanzt, was haben sie dort vor, und wie ist ihr Gemütszustand? Zwei Männer, eine Frau: Wer hat das Sagen? Ross und Reiter spielen ihre Rollen, 7 40 11 bestimmt, was Dogge & Teckel zu machen haben, ja und alle plaudern nach und nach aus ihrem bisherigen DDR-Leben; und nur zum Zeitvertreib und hoffend auf ein gutes Auskommen "danach" drehen sie Pornos...
In Gera geboren; gelernter Wirtschaftskaufmann, Funker bei der NVA, Kulturarbeiter, Hilfspfleger, Packer, Museumsbibliothekar, Buchhändler, freier Autor; 1985-88 Studium am Institut für Literatur "Johannes R. Becher", Leipzig; 1990 Bühnendebüt mit PORNOSZENE am Theater Kohlenpott, Herne (Regie: Willi Thomczyk); 1991 Stipendiat der Dramatikerwerkstatt für das Kinder- und Jugendtheater an der Bundesakademie, Wolfenbüttel; 1993 Förderstipendium der Literaturstiftung Ruhrgebiet, Gladbeck; 1996 Arbeitsstipendium des Thüringer Ministeriums für Wissenschaft, Bildung und Kultur; 1996/97 Regiehospitanzen bei Andreas Homoki, Konstanze Lauterbach und Wolfgang Storch (Oper und Schauspiel Leipzig); ist Inhaber, Herausgeber und verantw. Redakteur von KULTURA-EXTRA, das online-magazin.
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