Die Pflegelandschaft befindet sich in einem stetigen Transformationsprozess. Der demografische Wandel, die steigende Komplexität in der Patientenversorgung, der Fachkräftemangel und ein wachsender Anspruch an Qualität sowie Interdisziplinarität erfordern innovative Konzepte und fundierte wissenschaftliche Impulse. Unter dem Schlagwort 'Pflege 4.0' vereint der Thesisband sechs herausragende Forschungsarbeiten von Absolventinnen, die sich kritisch und lösungsorientiert mit den drängenden Fragen der modernen Pflegepraxis auseinandersetzen.
Die Beiträge gehen dabei den folgenden Fragen nach: Wie lassen sich Arbeitsbedingungen im akutstationären Sektor durch innovatives Ausfallmanagement verbessern? Welche Potenziale bietet das Lean Management für die Effizienz und Qualität auf interdisziplinären Intensivstationen? Welche Einsatzmöglichkeiten ergeben sich für akademisch qualifizierte Pflegefachkräfte und wie können diese gezielt dazu beitragen, eine Familienzentrierte Pflege umzusetzen? Wie gehen Pflegekräfte in Hospizen individuell mit Trauer um und warum sterben Menschen letztlich doch in Institutionen, obwohl sie eigentlich zu Hause versterben wollten?
Die Publikation vereint fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse mit einem hohen Praxisbezug. Sie richtet sich gleichermaßen an Studierende der Pflegewissenschaft und des Pflegemanagements sowie an Praktikerinnen und Praktiker, die den Wandel der Pflege aktiv mitgestalten wollen.
(geb. 1988) absolvierte nach dem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderungen. Anschließend studierte sie Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (B. A.) an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Nach dem Studium war sie viele Jahre als Sozialarbeiterin bei einer Krankenkasse tätig, insbesondere in der Pflegeberatung sowie in der Beratung von Menschen mit psychischen Erkrankungen, Sucht- und Krebserkrankungen. Es folgten Tätigkeiten im Prozessmanagement und später im Vertrags- und Verhandlungsmanagement derselben Krankenkasse. Von 2021 bis 2024 studierte sie Public Health mit dem Schwerpunkt Prävention und psychische Gesundheit (M. Sc.) an der APOLLON Hochschule in Bremen. Parallel dazu war und ist sie als Vereinsberaterin tätig.
Isabell Heinicke
(geb. 1987) arbeitete nach ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin am Universitätsklinikum Erlangen auf einer nephrologischen Station. Nach einem Jahr wechselte sie auf die Intensivstation für Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie (M1-BU-1). Sie absolvierte die Fachweiterbildung für Intensivpflege und Anästhesie. Nebenbei studierte sie an der APOLLON Hochschule Pflegemanagement (B. A.) und darauffolgend das Masterstudium Gesundheitsökonomie (M. A.). Seit 2020 ist sie die pflegerische Leitung der Intensivstation M1-BU-1.
Carola Mahler
(geb. 1975) schloss ihre Ausbildung zur Krankenschwester 1997 ab. Nach der Fachweiterbildung für Anästhesie- und Intensivpflege (1999-2001) an der heutigen Universitätsklinik Augsburg arbeitete sie in der Anästhesiepflege einer orthopädischen Klinik. Anschließend sammelte sie Erfahrungen in der ambulanten Palliativ- und Beatmungspflege für Kinder und Erwachsene. 2008 kehrte sie in ihren Ausbildungsbetrieb zurück und ist seitdem auf einer operativen Intensivstation tätig. Von 2022 bis 2024 absolvierte sie ihr Studium Pflege (B. Sc.) an der APOLLON Hochschule und befindet sich aktuell im Masterstudium 'Advanced Nursing Practice' an der Paracelsus Medizinische Universität Salzburg.
Franziska Pohli
(geb. 1988) arbeitete nach ihrer Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Notaufnahme der Kliniken des Landkreises Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim. Während der Elternzeit absolvierte sie eine Weiterbildung zur Pflegeberaterin und war im Anschluss im Sozialdienst der Klinik tätig. In dieser Zeit begann sie Pflege (B. Sc.) an der APOLLON Hochschule zu studieren. Zwischenzeitlich war sie als Pflegewissenschaftlerin in den Kliniken des Landkreises Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim beschäftigt und ist seit 2026 als stellvertretende Pflegedienstleitung in einer Tagespflegeeinrichtung sowie nebenberuflich als freiberufliche Pflegeberaterin tätig.
Indra-Isabel Zessin
(geb. 1989) absolvierte nach dem Abitur die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenschwester in Hamburg. Sie arbeitete in unterschiedlichen Bereichen der Pflege im Krankenhaus, der Dialyse im Hospiz und ist seit 2021 stellvertretende Pflegedienstleitung im Theodorus Kinder-Tageshospiz. An der APOLLON Hochschule studierte sie von 2018 bis 2024 nebenberuflich Pflegemanagement (B. A.). Zusätzlich ist sie seit 2024 Dozentin bei MediAcion.
Annika Zühlke
(geb. 1979) absolvierte nach dem Abitur 1999 die Ausbildung zur Krankenschwester. Seit 2002 arbeitet sie auf der Intensivstation des Marienhausklinikums St. Elisabeth Neuwied. Die Qualifikation zur Fach-Gesundheits- und Krankenpflegerin erlangte sie 2008. 2021 übernahm sie die Position der stellvertretenden Stationsleitung der Intensivstation. Von 2021 bis 2024 studierte sie nebenberuflich Pflegemanagement (B. A.) an der APOLLON Hochschule. Mit ihrer Bachelor-Thesis nahm sie 2024 am Poster-Wettbewerb des deutschen Hochschultages der deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaften in Jena teil. Seit April 2025 ist sie als Bereichsleitung für die Intensivstation und 'Intermediate Care' (IMC) tätig.
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.