Berlin, Hotel Adlon, Mitternacht. Als der Kupferfrosch im Elefantenbrunnen Maro Vaux eine Geheimbotschaft in die Hand spuckt, beginnt die seltsamste Nacht ihres Lebens - und die Entdeckung einer Welt, die es eigentlich nicht geben dürfte.
Unter dem Asphalt Europas atmet ein Reich aus Messing, Dampf und Luftschiffen: das PEPN, ein Netzwerk aus pneumatischer Rohrpost und lebendiger Technologie - älter als das Internet, klüger als jede KI und deutlich besser angezogen. Bewacht von Kupferfröschen, getragen von Faltern aus Ginster-Pollen und Silizium, die durch Katakomben und Gewächshäuser ziehen. Eine Zukunft, die nie aufgehört hat, grün, analog und lebendig zu sein - Solarpunk mit Stil.
Doch ein Tech-Milliardär mit dem Charme eines Faschisten und einem Ego mit eigener Umlaufbahn will das alles besitzen. Und Europas Seele gleich mit.
Gegen ihn: Alexander Cross, Gentleman-Nerd mit Regenschirm und der festen Überzeugung, dass man Probleme nicht wegsprengt. Maro Vaux, die nicht auf Rettung wartet. Und ein Ensemble so vielfältig und queer wie Europa selbst. Ihre Jagd führt durch fünf Städte und über eine Vulkaninsel - Berlin, Paris, Rom, Madrid, Teneriffa, London - und in hundert Jahre alten Schwarz-Weiß-Filmen warten Botschaften auf ihre Empfänger. Eine Spur führt sogar auf den Mond. Und der Mars? Der schickt schon mal eine Nachricht.
Fünf Gegner. Null Explosionen. Dafür Champagner, Deep Purple und ein fliegender Wagen namens Votey Votey Vroom Vroom. Bleibt nur die Frage: Was macht man eigentlich mit einem Broligarchen? Nicht, was man denkt - und deutlich eleganter.
Eleganz statt Explosionen. Ein punkiges Spy-Fantasy-Abenteuer für Fans von Ben Aaronovitch, Jasper Fforde, Neil Gaiman, Doctor Who, Walter Moers - und alle, die finden, dass Monty Python recht hatte.
River Crane lebt in Berlin und baut seit 2013 an einer Welt unter dem Asphalt Europas, in der Demokratie nicht von Tech-Milliardären gerettet wird, sondern von Kupferfröschen, ginstergelben Schmetterlingen und Leuten, die wissen, was ein guter Anzug wert ist. Alle Schauplätze wurden besucht. Manche nur fast - etwa der See unter der Pariser Oper oder der Mond.
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