Pauli S. mäht nicht mehr den Rasen. Er hat nämlich das Alter erreicht, in dem seine Vorfahren längst die Sense wegstellten. Seine Brüder leben in der Ferne und hatten Infarkte. Paulis alte Mutter kommt nicht mehr allein zurecht. Und die Gefährtin ist auch nicht mehr zufrieden. Ein Lichtblick manchmal die halbwüchsigen Söhne! Sie kämpfen gegen den Faschismus oder finstere Online-Armeen. Schule und Studium sind da eher nebensächlich. Pauli musss sich aus wachsender Distanz um alle kümmern. Zusätzlich nimmt er einen lokalen Kulturjob an. Komisch, dass er kaum noch dazu kommt, sein lang erwartetes neues Buch zu verfassen. Oder sollte es etwa dieses sein?
Andreas Mand ist der Autor einiger Romane, die ab den 1980er Jahren bei kleineren deutschsprachigen Literaturverlagen erschienen, manche davon in zum Teil weiterentwickelten Lizenzausgaben auch bei Publikumsverlagen. Der Erzähler ist oft ein rebellischer Heranwachsender namens Paul Schade; ähnlich seinem Pseudonym in einer Essener Schülerzeitung. Das Verfahren in Büchern wie "Kleinstadthelden" (1996), "Das rote Schiff" (1994/97), "Paul und die Beatmaschine" (2006) oder "Vaterkind" (2001) würde man heute Autofiktion nennen. Die Methode entwickelt sich im Laufe der Zeit mit unterschiedlichen dokumentarischen Anteilen. Die Titel sind locker miteinander verknüpft, wobei sie nicht in chronologischer Reihenfolge entstanden. "Pauli, Distant Caretaker" ist sein erstes Buch seit 2015.
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.