Leandra Bernstein wächst als einziges Kind deutsch-jüdischer Eltern in Basel auf. Seit der Primarschulzeit in den 1950er Jahren nennt sie sich Leo und probiert sich als Junge aus. Nicht zuletzt in Erinnerung an ihren Onkel Simon, einen Zirkusclown, wird Leo Schauspielerin. Sie kapriziert sich früh und erfolgreich auf Männerrollen, während sie privat eine leidenschaftliche geheime Affäre mit einem verheirateten Dozenten hat. Leos andere Passion neben dem Theater ist die Musik. Hier zeigt sie schon als Teenie eine außerordentliche Begabung für Musiktheorie im allgemeinen und Generalbass-Spiel im besonderen. Beim Musizieren fühlt sie sich wie ein Fisch im Wasser, auf der Bühne wie ein Vogel in der Luft, aber auf der Erde taumelt sie immer wieder, hin- und hergerissen zwischen ihren beiden Begabungen, bis sie auf das Familiengeheimnis ihres Lebens stößt.
Geboren 1947. Musikstudien in Basel und Wien. Regie-Assistentin der Oper am Basler Stadttheater 1970 - 1975. Direktionsmitglied der Musik-Akademie Basel (Leitung der Musikschule) 1987 - 1992. Lehrtätigkeit, Publikationen, Vorträge, Dirigate und Aufführungen eigener Kompositionen v.a. in der Schweiz und Israel. Langjähriges Forschungsprojekt über die Tonarten in Mozarts Opern. Verheiratet mit dem Psychiater und Autor Aron Bodenheimer bis zu dessen Tod 2011. Literarische Arbeiten: Sextus (Roman, 2015), Paminas Traum vom Leben (Roman, 2019), Begegnung mit Cherubino (Kammerstück, 2020), Onkel Simon (Roman, 2026).
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.