Sie steht morgens auf. Sie geht zur Schule. Sie lacht, wenn es erwartet wird. Niemand sieht, wie viel Kraft das kostet.
Die Gedanken kommen nicht plötzlich. Sie schreien nicht. Sie sind einfach da. Leise. Beharrlich. Und jeden Tag ein bisschen näher.
Sie weiß nicht, wann alles schwer geworden ist. Nur, dass es Tage gibt, an denen sie sich selbst kaum noch erreicht. An denen Schlaf nicht erholt. Worte fehlen. Und die Welt zu laut ist, obwohl sie still bleibt.
NICHT HEUTE erzählt von einer Jugendlichen, die funktioniert, während innen alles wankt. Von Momenten, in denen nichts Dramatisches passiert und genau das gefährlich ist. Von Gedanken, die man niemandem sagt. Und von der Frage, wie man bleibt, wenn Weggehen sich plötzlich logisch anfühlt.
Der Roman bleibt nah an ihrem Erleben. Ohne Erklärungen. Ohne Lösungen. Ohne große Gesten. Stattdessen geht es um Blicke, Pausen, Sätze, die nicht drängen. Um kleine Verschiebungen, die entscheiden, ob ein Tag kippt oder hält.
NICHT HEUTE ist kein lautes Buch. Es zieht langsam hinein und lässt nicht mehr los. Es erzählt von innerer Erschöpfung, von Einsamkeit mitten unter Menschen und von der stillen Kraft, einen weiteren Tag auszuhalten.
Für Jugendliche ab 12, die sich in Gedanken wiedererkennen. Für Erwachsene, die verstehen wollen, was oft verborgen bleibt. Für alle, die wissen, dass manchmal kein großer Schritt nötig ist.
Andreas Felder arbeitet seit vielen Jahren mit Kindern, Jugendlichen und Familien in belastenden Lebenssituationen. In seiner psychosozialen Arbeit begegnet er jungen Menschen in Phasen von Überforderung, innerer Erschöpfung und stillen Krisen, oft lange bevor diese nach außen sichtbar werden.
Seine Erfahrung zeigt, wie früh Gedanken entstehen können, über die kaum gesprochen wird, und wie entscheidend es ist, dass jemand wahrnimmt, ohne zu drängen. Andreas Felder ist als traumapädagogischer und psychosozialer Berater tätig und engagiert sich in der Suizidprävention. Zusätzlich arbeitet er im Bereich der Krisenintervention und begleitet Menschen nach belastenden Ereignissen.
Dieses Buch ist aus der Praxis heraus entstanden. Nicht aus Einzelfällen, sondern aus vielen Begegnungen, Gesprächen und Momenten des Schweigens. Es basiert auf dem Wissen, dass Gedanken keine Taten sind, dass Gefühle keine Befehle sind und dass Hilfe oft früher beginnt, als man glaubt.
Andreas Felder schreibt mit einer klaren Haltung. Ohne Fachsprache. Ohne Diagnosen. Ohne Erklärungen. Ihm geht es darum, innere Prozesse sichtbar zu machen, wie sie sich anfühlen, wenn man mitten darin steht.
Mit seinen Büchern möchte er Jugendlichen Worte geben, ohne ihnen etwas aufzudrängen, Erwachsenen Einblick ermöglichen und Fachkräften eine literarische Perspektive bieten, die fachlich stimmig und ethisch verantwortungsvoll ist.
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